Segeltörn nach Ibiza 2019

Unser Segeltörn von Mallorca nach Ibiza steht kurz bevor.

Für unseren Überlick haben wir einen Törnplan erstellt.

TagTour vonTour bisTagesoptionen
FreitagDortmundPalmaÜbernachten im Palma Bellver
Noch ein Getränk in der Nähe suchen?
SamstagPalmaPuerto PortalsFrühstück im Madelaine de Proust
Einkaufen im Mercat Santa Catalina
Supermarktshopping und Spezial-Taxifahrt
Frühzeitige Übernahme der Yacht bereits mit Charterbasis abgesprochen
Abends könnten wir noch ins Ritzi
SonntagPuerto PortalsPort AndratxUnser erster Tag, an dem wir ein paar Stunden auf dem Meer verbringen
Option: Wir fahren nur bis Port Adriano und ankern in der Bucht
Wir gehen früh ins Bett, damit wir für die grofle Überfahrt fit sind.
MontagPort AndratxSanta EulaliaWir versuchen so früh wir möglich los zu kommen.
David Guetta legt im Ushuaia auf, aber das wird etwas knapp
Option: Wir fahren nicht bis Santa Eularia, sondern ankern schon im Norden von Ibiza
DienstagSanta EulaliaCala LlongaFantastisches Frühstück gäbe im Cafe Sidney in Santa Eularia
Kurzer Abstecher ins Nikki Beach oder Babylon Beach Bar
MittwochCala LlongaFormenteraEs gibt Frühstück auf der Yacht
Mit dem Taxi oder einem Roller zum Hippie Markt in Punta Arabi
Abendessen auf der Yacht oder auf Formentera
DonnerstagFormenteraFormenteraMorgens warden wir direkt ins Meer springen
Cuba Libre im Pirata Bus Restaurant auf Formentera
Abends den Sonnenuntergang geniessen
FreitagFormenteraTalamancaVielleicht schon direkt nach Ses Salines zum Sa Trinxa oder Jockey Club
Swedish House Mafia spielen im Ushuaia
SamstagTalamancaPort RiogEs wird Neumond geben!
Mittags könnten wir in Ses Salines am Jockey Club oder Cala Jondal halten
Abends ginge es vielleicht ins Blue Marlin, Pop you up Party! Mit Bootservice!
SonntagPort RiogCala Tarida
Cala Comte
Cala Bassa
Mittags können wir im Cotton Beach Club halten und Sangria bestellen
Vor der Cala Bassa halten wir in der Cala Comte zum Sunset Ashram.
Den Abend geniessen wir in der Cala Bassa.
MontagCala BassaCala Gracio
San Antonio
Mittagessen im Cala Bassa Beach Club
Sonnenuntergang am Cafe del Mar
Abends im Villa Mercedes zu Abend essen
Claptone ist erst im Cafe Mambo & dann im Pacha
David Guetta legt mal wieder im Ushuaia auf
DienstagSan AntonioSan AntonioTags¸ber eine kulturelle Fahrt in die Altstadt von Ibiza
Vielleicht ein Auto mieten und in Mojis, Santa Eularia oder Can Rich fahren
Abends mit dem Taxi ins Heart
MittwochSan AntonioCala Salada
Portinatx
Option direkt zur Cala Deia aus Mallorca zu fahren, um dort zu Abend zu essen
Ansonsten eine entspannte Fahrt in den Norden, um dort noch mal zu grillen
Dann Mittags zur Cala Salada zum Mojito Man
DonnerstagPortinatxPort AndratxEntspannte Überfahrt, auch hier die Option bis Cala Deia zu fahren. Portinatx-Cala Deia 65nm / Deia bis Palma 40nm
FreitagPort AndratxPalmaFreitagabend könnten wir leckere Tapas im Forn essen und danach ins Abaco gehen.
SamstagPalmaDortmundMorgens noch ein Frühstück im Madelaine de Proust

Reisetipps eine Woche Ibiza

Bei einer 7 Tage Ibiza Reise kann man alles mögliche erleben, allerdings bedarf es ein wenig Vorbereitung und Planung, um die besten Spots zu entdecken. Hier ist meine Liste von Empfehlungen für einen eine Woche Ibiza Trip. Es ist ein Urlaubs-Guide, allerdings ist es für mich der ultimative Guide für jeden, der die Insel erstmalig besucht, oder für jemanden, der auf jeden Fall die Hot Spots gesehen haben möchte.

Vorab sei gesagt, dass es sich auf jeden Fall lohnt mit einem Auto die Insel zu erkunden, oder natürlich bei genügend Kleingeld, immer ein Taxi parat zu haben. Ibiza ist VIEL ZU WUNDERVOLL, um nur im Hotel zu bleiben, also bucht auf jeden Fall einen Mietwagen! Ich buche immer gerne bei Sunnycars, achte allerdings immer darauf, dass ich den Mietwagen direkt am Flughafen entgegen nehmen kann und auch, dass die Tankregelung immer VOLL/VOLL ist, sodass ich den Wagen kurz vor Abgabe nochmal eben auf eigene Kosten tanke.

Ach ja, dann sei noch gesagt, dass im Gegensatz zu Mallorca die Insel Ibiza nicht eine durchweg von Deutschen „bewohnte“ Insel ist, daher kommt man in der Regel mit Deutsch auch nicht so richtig weiter. Englisch hingegen wird an jeder touristisch geprägten Ecke (und davon gibt es auf Ibiza viele) gesprochen. Uns natürlich Spanisch.

Ich gehe davon aus, dass jemand ein Smartphone beim Lesen dieses Blog-Posts verwendet, daher habe ich einige Adressen simpel per Google-Maps verlinkt. Bei Zeiten kommt noch eine komplette Google-MyMaps Karte hinzu.

Hotels

Neben dem üblichen Flug, sucht man entweder ein Zimmer auf AirBnB oder man findet ein nettes Hotel. Hier sind meine liebsten Hotels auf Ibiza.

4 Sterne – Sol Beach House by Melia

Das Sol Beach House by Melia wurde 2016 neu eröffnet und hat eine komplette Stoffeinrichtung vom spanischen Label Desigual bekommen. Die Zimmer sind zugegeben etwas klein, aber seine Nähe zu Santa Eularia erlaubt jeden Abend einen entspannten Spaziergang in die Stadt. https://www.melia.com/ar/hotels/spain/ibiza/sol-beach-house-ibiza/index.html

5 Sterne – Aquas de Ibiza

Etwas teurer als das Sol Beach ist das Aquas de Ibiza sicher, allerdings ist es ebenso nah an Santa Eularia. Es hat einen Pool auf der Dachterasse, welcher extrem schön ist. Außerdem ein großes Spa und eine Power Plate im Gym. Es gibt regelmäßig Yogakurse hier. https://www.aguasdeibiza.com/

5 Sterne – Fenicia Prestige & Spa

Dieses Hotel ist wundervoll, allerdings schon fast viel zu gut als kleines Resort für Ibiza. Streng genommen könnte man die ganze Woche im Insotel Fenicia Prestige & Spa bleiben, bzw. von diesem Hotel nach Santa Eularia laufen, allerdings würde man dann alle anderen Annehmlichkeiten der Insel verpassen. Angeblich ist der Pool der größte der Insel und lädt tatsächlich dazu ein, lange Bahnen zu ziehen. Neben einem Buffet-Restaurant gibt es drei a la carte Restaurants, sowie eine Pool-Bar und eine Piano Bar. Darüber hinaus gibt es in der großen Lobby noch ein Kaminzimmer, welches mal als Raucher Lounge genutzt werden konnte. Allerdings sind diese Zeiten vorbei und der Rauch verschwunden. https://www.insotelhotelgroup.com/en/hotels/ibiza/insotel-fenicia-prestige-suites-spa

4 Sterne – OD Ocean Drive

Direkt am Hafen von Eivissa steht das Ocean Drive. Der Zugang zum Hafen ist perfekt, man kommt mit einem kleinen Fährboot von der einen Seite des Hafens auf die andere. Oder man läuft rüber. Das Hotel ist recht klein und nicht mit einem Pool oder Gym ausgestattet. Dafür ist die Lage gut, wenn man es eh darauf angelegt hat ins Pacha, in die Stadt oder ins Lio, STK, IT, Sushi Point, Cappuccino, Casino oder Heart zu gehen. Alles ist fußläufig erreichbar. Wie gesagt, der Zugang zur Altstadt bei Benutzung der Fähre ist ebenso leicht. Die Roof-Top Bar ist im Sommer geöffnet und schenkt einen tollen Blick auf den Hafen, wie auch auf Dalt Villa. Einziges Manko ist die Tatsache, dass das OD Ocean Drive direkt an dem Kreisverkehr liegt, an dem die PKW & LKW vorbei kommen, die zu den Fähren müssen. Jeden Morgen ist der Verkehr daher recht dicht und laut.

https://www.od-hotels.com/hotel-ocean-drive-ibiza/

 

Finca Service – EcoIbiza

Wer ohnehin mit mehreren Personen nach Ibiza fährt, sollte ich die Option einer Finca durch den Kopf gehen lassen. Ich buche seit mehreren Jahren immer bei EcoIbiza. Der Service ist super, das Preis/Leistungsverhältnis stimmt und die Auswahl der verschiedenen Villas ist wirklich groß.

Die Planung

Man kann die Liste mischen, verdrehen und sicherlich auch noch anders kategorisieren. Ich habe es nach Tagen aufgeteilt. Man könnte genauso gut auch einfach die Strände, die Bars, die Nightclubs und die Sehenswürdigkeiten listen und kategorisieren. Ebenso hätte ich das Ganze nach Orten trennen können. Es gibt so viel zu sehen und zu erleben! Dies ist erst einmal eine konzentrierte Liste. Ich wünsche schon jetzt viel Spaß beim Stöbern und freue mich über Feedback.

Ich habe mir erlaubt Wochentage hinzu zu fügen, da einige Events abhängig von Kalendertagen sind.

Tag 1, Samstag

Morgens

Es geht direkt mit dem Hippie Markt Las Dailas los. Der ist in San Carlos und ist zugleich riesengroß. Man könnte dort auch direkt mehrere Stunden verbringen, allerdings sollte man auf jeden Fall das ein oder andere Mitbringsel shoppen. Der Markt hat nur Samstags geöffnet, daher geht es direkt damit los. Dieser Event ist daher abhängig vom Wochentag!

Mittags

Um nicht zu viel in der Gegend herumfahren zu müssen, bietet es sich an von Santa Eularia aus direkt zur Cala Nova zu fahren, um dort Zeit am Strand zu verbringen. Zu Essen order Trinken gibt es entweder etwas im Atzaró Beach order im Aiyanna. Das Aiyanna ist preislich etwas höher und dafür näher am Strand, allerdings geniesse ich immer sehr die Aussicht im Atzaró Beach.

Atzaró bei Ibiza Spotlight, Atzaró Beach bei Tripadvisor

Aiyanna bei Ibiza Spotlight, Aiyanna bei Tripadvisor

 

Sonnenuntergang / Sunset

Die Sunsets auf Ibiza bedürfen immer, dass man sich in den westlichen Teil der Insel begibt. Ich habe mir erlaubt in der Sektion „Abends“ jeden Abend einen anderen Spot zu markieren.

Ich gehe davon aus, dass Du, wenn Du diesen Post liest, nicht absolut jeden Spot anfahren wirst, da es wahrscheinlich dann doch viel zu viel geworden ist. Daher möchte ich Dir als erstes diesen Spot vorstellen, da Du in Deiner Woche auf Ibiza diesen Spot auf jeden Fall ein mal besuchen solltest.

Die Rede ist von Sunset Ashram an der Cala Conte. Du kannst hier ein tolles Getränk zu Dir nehmen, wie auch schon zu Abend essen. Darüber hinaus wirst Du einen wundervollen Sonnenuntergang erleben, der schwer zu toppen sein wird. Der DJ spendiert Dir schöne Vibes und untermalt den Sonnenuntergang mit entsprechender Musik.

Nachts

Dur wirst wahrscheinlich am ersten Tag ziemlich fertig sein. Spendiere Dir einen Abend in der Nähe Deines Hotels und ruhe Dich aus. Oder bist Du schon bereit für die erste Party?

Tag 2, Sonntag

Morgens

Tja, Frühstück im Hotel oder Frühstück in einer Marina? Natürlich ab in eine Marina! Und zwar ab nach Santa Eularia ins Cafe Sidney. Das Frühstück ist reichhaltig und preislich attraktiv. Ach übrigens, Sonntags gibt es Brunch. Nach einem schönen Frühstück, lohnt sich ein Abstecher in die Innenstadt von Santa (Eule) Eularia, um ein wenig zu bummeln.

Tripadvisor Link, Ibiza Spotlight Link,

Mittags

Etwas nördlich von Las Dailas liegt der Strand von Aquas Blancas. Google Link. Hier gibt es ein kleines Chiringuito (kleine Bar) direkt am Strand und einen extrem langen Sandstrand. Da der Spot im Osten liegt und direkt hinter dem Strand Felsen sind, hat man nicht bis ultimo Sonne, allerdings reicht es vollkommen aus, da der Sunset-Spot ohnehin auf der anderen Seite der Insel liegt.

Sunset

Hier wieder ein Spot, der abhängig vom Wochentag ist. Der Strand von Benirras. Benirras liegt an der Nordwestküste der Insel und ist heute eines der schönsten Reiseziele von Ibiza, da es jahrzehntelang ein streng gehütetes Geheimtipp für Einheimische war. Heute ist es ein Muss für Urlauber, vor allem aber Sonntags, wenn die Trommel-Community der Insel zu einem unvergleichlichen Sonnenuntergangerlebnis zusammenkommt.

Abendessen

Praktisch, dass direkt am Strand von Benirras das Restaurant Elements ist. Nach dem perfekten vertrommelten Sonnenuntergang gibt es hier ein phantastisches Essen, großartige Cocktails und tolle Weine. Bier natürlich auch. Und natürlich Mineralwasser.

 

Tag 3, Montag

Morgens

Wir lassen es heute in Sachen Strand eher Touristisch-urban angehen und fahren zur Cala Vadella. Hier geht es insbesondere so ruhig zu, da man von den Großen Städten kommend etwas weiter fahren muss und Cala Vadella etwa entfernt von den Hauptstraßen liegt, sodass man hier normalerweise kaum vorbei kommt.

 

Mittags

Im Sommer hat der Maya Beach Club geöffnet. https://mayabeach.club/ Dieser liegt direkt an der Cala Vadella. Der Clou an der Cala ist, dass der Ort direkt am Strand angrenzt. Du musst also überhaupt nicht weit laufen, wenn Dir eine schöne kühle Caña bestellen möchtest.

Wenn Du jetzt schon Luft auf Abenteuer hast, dann kannst Du auch eine der Optionen nehmen.

Option 2: Atlantis

Mehr oder weniger gegenüber von Es Vedra gibt es einen kleinen Steinbruch, den die einheimischen Atlantis nennen. Über den Parkplatz  kommt man hier hin. Es geht steil bergab, also sollte man auf jeden Fall festes Schuhwerk dabei haben und sich darüber im Klaren sein, dass man irgendwann auch wieder hinauf muss. Die Steine wurden verwendet, um die Burg in Eivissa zu bauen. Warum man sich damals dafür entschieden hat die Steine von so weit her zu holen, weiss heute wahrscheinlich niemand. Vielleicht hat es mit der Magnetwirkung von Es Vedra zu tun?

und/oder Option 3: der Turm vor Es Vedra

Hierzu bedarf es einiger sportlicher Aktivität, allerdings ist der Turm direkt vor Es Vedra ein Highlight, welches nicht jeder Tourist zu sehen bekommt. Eben auch, weil man eine gute halbe Stunde krakseln muss. Die Aussicht macht allerdings jede Anstrengung wieder wet. Hinweis: In den Rucksack gehört auf jeden Fall ein köstlich kühles Kaltgetränk und vielleicht auch etwas Wasser. Ein Chiringuito gibt es nicht in der Nähe.

Sunset

Es Vedra. Für jeden Ibiza-Urlauber ein Muss! Gerüchten zufolge ist Es Vedra der Berg mit der höchsten magnetischen Anziehungskraft. War das nicht auch bei Jim Knopf und dem Berg so? Wie dem auch sei. Die Hippies haben Es Vedra schon immer vergöttert. Bis 2016 gab es auch Steinböcke auf dem Berg, die dann allerdings (zumindest offiziell) deportiert wurden. Vom Aussichtspunkt vor Es Vedra ist der Sunset wahrhaftig phantastisch! Als Ziel gibt man diesen Spot hier ein.

 

Abendessen

Richtig guten Fisch gibt es im Es Xarcu. Das Restaurant ist nicht unbedingt preisgünstig, allerdings sind die Speisen wirklich außerordentlich toll. Wer allerdings von Es Vedra schon ausgepowert ist, fährt einfach zurück in sein Hotel und geniesst den Abend dort.

Nachts

Wer mag, kann danach entweder direkt rüber ins Blue Marlin gehen, oder ins KM5 fahren. Beide Clubs haben in der Regel großartige DJ’s am Start und bieten tolle Getränke für den Abend.

Tag 4, Dienstag

Morgens

Da wir Abends in San Antonio landen, kannst Du auch direkt in San Antonio parken und mit dem Aqua-Taxi rüber nach Cala Bassa fahren. Das ist ein großer Spaß! Wassertaxen gibt es genug am Hafen von San Antonio.

Ansonsten fährst Du direkt am Morgen mit dem Auto in eine Bucht, die ich persönlich als einen echten Favoriten sehe. Die Cala Bassa. Hier gibt es den Cala Bassa Beach Club CbBC. Deren Webseite wird nur sporadisch aktualisiert, aber die Bucht mitsamt dem Club ist eine Wucht. Zwei Sonnenliegen plus Schirmchen können auch mal gerne 80 Euro kosten. Wer auch auf einem Handtuch liegen kann, kann entweder nur den Schirm mieten, oder direkt einen kleinen Sonnenschirm vorab kaufen.

Mittags

Wenn wir eh schon in der Cala Bassa sind, bleiben wir auch hier. Weiter durch die Gegend zu fahren, ist heute nicht so sinnvoll. Die Bucht ist wundervoll. Das Wasser klar. Die Musik toll. Die Drinks werden geliefert. Was möchte man mehr?

Sunset

In San Antonio gibt es das wohl bekannteste Sonnenuntergangsrestaurant bzw. -Bar der Welt – das Cafe del Mar. Daher solltest Du entweder hier hin gehen, oder ein paar Schritte weiter wagen um zum Cafe Mambo zu gelangen. Ich persönlich bin eher ein Fan vom Cafe Mambo, aber das ist ja bekanntlich Ansichtssache. Das tolle am Mambo ist, dass man dort DJ’s EXTREM NAH antrifft, die sonst nur in weiter Ferne in ihrer Kanzel arbeiten. Also zur Abendsonne hier und dann mit dem DJ ab in den Club!

 

Tag 5, Mittwoch

Morgens

Achtung. Dieser Event is abhängig vom Wochentag: Direkt ab ins Auto und zum Hippie Market Punta Arabi. Der Markt ist riesig, sodass man tatsächlich dort den kompletten Tag verbringen kann. Ich gestehe, dass ich persönlich nicht der allergrößte Fan der Hippie Märkte bin, jedoch fahre ich so gut wie bei jedem Besuch auf Ibiza zu einem Hippie Markt. Ibiza Spotlight hat eine schöne Beschreibung für den Markt hier. Der Markt ist in Es Canar. Hier eine Google-Marke: XHVH+C5 Es Canar, Spain

Mittags

Wenn man schon mal in Es Canar ist, kann man durchaus für ein paar Stunden ins Nikki Beach fahren. Man muss ja nicht gleich eine Liege oder ein Bet mieten, sondern kann genauso gut bei einem Cocktail die Musik der DJ’s lauschen, oder direkt in den Pool springen. Das Essen ist allerdings auch fantastisch.

Sonnenuntergang / Sunset

Da die Gurkerei auch lästig werden kann, bleiben wir heute mal im Südwestlichen Teil der Tinsel und fahren in Richtung Eivissa. In der Bucht von Talamanca ist das Sa Punta. Direkt daneben ist der Fish Shack. Letzterer hat fangfrischen Fisch, allerdings sitzt man direkt an der Klippe. Es gibt keine Karte. Der Fisch ist sensationell. Das Ambiente recht rau, aber der Blick sagenhaft. Nehmt eine Jacke mit, da der Wind an der Klippe direct vorbei rauscht. Zum Sunset selbst, geht ihr dann auf die Dachterrasse des Sa Punta. Es gibt extrem tolle und ausgefallene Cocktails mit einem Sonnenuntergang hinter Dalt Villa.

 

Tag 6, Donnerstag

Morgens

Yeah! Noch eine Cala. Und zwar geht es heute in die Cala Saldeta. Hier ist nicht nur der berühmte Mojito-Man (für den es keine weitere Beschreibung gibt), sondern auch eine kleine beschauliche Bucht mit glasklarem Wasser, Ruhe und einem tollen Blick. Nimm Dir und Deinen Freunden genügend Speisen und Getränke mit. Es kann ein langer und entspannter Tag hier werden.

Mittags

Mittags bleibt Ihr einfach dort und genießt den Tag. Direkt neben der Cala Saldeta gibt es die Cala Salada, welche mich einem kleinen Restaurant ausgestattet ist. Hier bekommst Du neben frisch gezaptem Bier auch ein paar Snacks.

Sunset 

Zum Sunset kannst Du natürlich hier bleiben, oder Du fährst etwas südlicher – wieder in Richtung Cala Comte, bleibst aber daneben in der Cala Escondida. Hier gibt es neben einem kleinen Chiringuito auch einen wahnsinnig tollen Sonnenuntergang!

Nachts

Auf jeden Fall solltest Du mit deinen Freunden einen Abend im Ushuiaia verbringen. Die Parties beginnen in der Regel allerdings schon um 18:00. Wenn Du also den Sonnenuntergang sat hast, fährst Du einfach schon rüber ins Ushuiaia.

 

 

 

Tag 7, Freitag

Morgens

Keine Cala. Es geht endlich in die Innenstadt. Bittet beachtet, dass die Siesta in Spanien zwar offiziell der Vergangenheit angehört, allerdings gibt es immer noch Läden, die in der Mittagszeit schliessen. Bevor Ihr in die Stadt fahrt, schaut doch mal im Cappuccino Grand Cafe in der Marina vorbei. Ein Croissant und einen Kaffee zum Start in den Tag bekommt man hier immer. Alternativ eignet sich die Gastronomie auch zu einem Kuchen am Nachmittag, oder gar einem Bier zum frühen Abend.

Mittags

Wie dem auch sei, sollte es irgendwann dann nach Dalt Villa gehen. Dalt Villa ist die alte Stadt Ibizas. 2.500 Jahre Geschichte beherbergt dieser Ort, der von der UNESCO zum Erbe der Menschheit erklärt wurde. Ihr parkt am Besten bei Es Pratet und lauft am Hafen vorbei in die alte Stadt. Es gibt auch noch weiter oben einen Parkplatz, allerdings ist dieser zum einen meisten voll und zum anderen kommt man dann nicht an allen Läden vorbei, die am Fuße der alten Stadt liegen und verpasst somit, ein paar Mitbringsel für die daheim gebliebenen zu organisieren (oder man kauft dann doch noch zum Schluss etwas weisses).

Abends

Zu Essen bekommt man auch jede Menge in der alten Stadt. Ihr könnt den Abend auch sehr schön in einer der Marina-Bars am Hafen geniessen, oder Ihr macht Euch kurz im Hotel oder auf der Finca frisch und geht noch einmal richtig raus.

Nachts

Wenn Ihr schon in der Nähe seid, eignen sich das HEART oder das LIO perfekt. Beide erwarten eine vorherige Reservierung. Beide bieten außerordentlich geniales Essen mit einer außerordentlich genialen Varieté-Show. Zugegeben bekommt man beides zu einem außerordentlich hohen Preis. Sehr gutes Essen bekommt man ebenso zu einem außerordentlich hohen Preis im STK oder im IT. Etwas günstiger, aber dennoch sehr gut und in einem latent ‚posh‘ zu bezeichnenden Ambiente bekommt Ihr in der Trattoria del Mar, ja, italienisch.

Wenn Ihr danach noch Power und vor allem Geld habt, geht Ihr einfach rüber ins Pacha.

 

Weitere Highlights, die vielleicht für weitere Reisen gut sind, oder die man vielleicht tauschen möchte (more to follow):

Ort Beschreibung
Restaurant Sa Soca Spanische Bodega etwas abseits des Trubels. Am Besten kommt man hier mit dem Auto oder dem Taxi hin. Englisch ist lediglich das notwendige Übel. Wer ein paar Brocken Spanisch beherrscht, ist sehr willkommen. Das Essen ist allerdings genial.

Video vom Ibiza Törn 2018

Es ist ja auch erst ein halbes Jahr her, daher bin ich immer noch im Zeitplan, um ein Video vom Ibiza Törn 2018 zu veröffentlichen. Gerade in der kalten Jahreszeit, habe ich umso mehr Lust mir Videos von der Wärme anzusehen, die weissen Sandstrände von Formentera zu bewundern und natürlich auch, um mir die schönen Häfen und Buchten von Ibiza anzusehen. In diesem Video ist alles vereint.

 

Gruppierte Sonos Lautsprecher mit Alexa

Wie die meisten Menschen habe auch ich eine Routine am Morgen. Unter anderem gehört dazu mein Radio anzuschalten. Ich habe Sonos Lautsprecher im Haus, welche miteinander gruppiert sind. Wenn ich mich nicht vom Sonos Wecker wecken lasse, schalte ich gruppierte Sonos Lautsprecher mit Alexa an, indem ich so etwas sage wie:“Alexa, starte Ibiza Global Radio auf Sonos Schlafen.“.

Bislang starteten alle gruppierten Sonos Player und begannen Musik abzuspielen, jedoch stelle ich seit kurzem fest, dass morgens meine Sonos-Player nicht mehr gruppiert sind. Ich ging der Sache auf den Grund und stellte fest, dass immer, wenn ich einen Player mit Alexa ansprach, alle anderen Player die Grupper verliessen und somit alle Player individuell sind.

Das Ganze sieht dann so aus:

 

Des Rätsels Lösung ist eine Gruppe in der Alexa App anzulegen und dort die Sonos Player hinzuzufügen. Ich habe eine Gruppe mit dem Namen „Sonos Haus“ angelegt und kann nun mit dem Befehl:“Alexa, starte Ibiza Global Radio auf Sonos Haus.“ alle Player dieser Gruppe ansprechen und meine Musik gruppiert abspielen.

Das Ganze sieht dann so aus:

Leider ohne Ton, aber ich denke, dass die Erklärung auf dem Bildschirm ausreicht.

 

Handgepäck Richtlinien

Handgepäck in Flugzeugen

Jede Airline hat etwas spezielles, wenn es ums Handgepäck geht. Selbst bei aufgegebenen Gepäckstücken unterscheiden sich die Airlines. Während Ryanair nur 20kg zulässt, lassen alle anderen 23kg im aufgegebenem Gepäck zu. Bei diesem Beitrag soll es allerdings um eine Übersicht des erlaubten Handgepäck gehen. Ich suche mir immer wieder die Informationen zu Handgepäck zusammen, da ich nicht mehr dauerhaft mit Lufthansa fliege, sondern immer mal wieder, insbesondere für private Trips, auf Billigflieger zurück greife.

Ryanair

Bei Ryanair kann man, sofern man Priority Boarding gekauft hat, ein kleines und ein großes Handgepäckstück mit an Bord nehmen. Pro Passagier sind ein großes Handgepäckstück, maximale Größe 55cm x 40cm x 20cm und maximal 10 kg Gewicht, plus eine kleine Tasche bis zu 35cm x 20cm x 20cm erlaubt. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite von Ryanair.

Für Flüge ab dem 1.11.2018 gelten neue Preise für Handgepäck, welche in den Gepäckrichtlinien beschreiben sind. Ebenso wurde die Größe der kleinen Tasche auf eine Größe von 40cm x 20cm x 25cm vergrößert.

Easyjet

Als einzige mir bekannte Airline hat Easyjet keine Gewichtsbegrenzung auf Handgepäck, was insbesondere toll ist, wenn man wie ich ein Elektronik- und vor allem Objektiv-Junkie ist. Die maximale Größe beträgt dann 56cm x 45cm x 25cm.Wer Inhaber einer easyJet Plus!-Karte ist oder Kunden mit FLEXI-Tarif, einem Sitzplatz ganz vorne oder einem Sitzplatz mit besonders großer Beinfreiheit hat, der darf noch eine Laptop-Tasche mit einer maximalen Größe von 45cm x 36cm x 20cm mitnehmen. Diese muss dann allerdings unter dem Vordersitz verstaut werden. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite von Easyjet.

Laudamotion

Bei Laudamotion handelt es sich um die Fluggesellschaft Niki, die ehemals Air Berlin angehörte und nun von Ryanair übernommen wurde. Somit gelten, auch wenn es nicht exakt auf der Webseite von Laudamotion, die im Übrigen immer wieder zu Ryanair leitet, erklärt ist, das gleiche Konzept wie das von Ryanair. Wenn man lange genug herum klickt, kommt man auf diese Seite, die das gleiche sagt, wie die oben genante von Ryanair.

Germania

Germania hat für Handgepäck die aus meiner Sicht schlimmste Wahl, denn das Handgepäckstück darf maximal 6kg wiegen. Das Ganze dann bei einer Größe von 55cm x 40cm x 20cm. Zusätzlich darf man entweder einen Laptop, zwei Gehhilfen, eine kleine Damenhandtasche oder Babynahrung mitnehmen. Mehr ist aber nicht drin. Mehr Informationen finden sich auf der Webseite von Germania.

Eurowings

Eurowings hat am Flughafen Köln/Bonn CGN bereits extra Waagen fürs Handgepäck aufgestellt. Jeder Fluggast darf ein Handgepäckstück mit einem maximalen Gewicht von 8 kg und mit Höchstmaßen von 55cm x 40cm x 23cm mit an Bord nehmen – dies ist das Maß des Rimowa Cabin Trolleys. Hiervon ausgenommen sind faltbare Kleidersäcke. Diese gelten bis zu einer Größe von 57cm x 54cm x 15cm als Handgepäck.

Zusätzlich zu diesem Handgepäck ist die Mitnahme eines weiteren persönlichen Gepäckstückes mit einer Maximalgröße von 40cm x 30cm x 10cm als Handgepäck möglich (z.B. Laptop-, Hand- oder Aktentasche) sowie pro Kind ein Babytragekorb oder Kinderautositz oder Buggy (ggf. Transport im Frachtraum) und Rollstühle/orthopädische Hilfsmittel (z.B. Mobilitätshilfen).

Weitere Informationen finden sich auf der Webseite von Eurowings.

Lufthansa

Jeder Fluggast darf ein Handgepäckstück mit einem maximalen Gewicht von 8 kg und mit Höchstmaßen von 55cm x 40cm x 23cm mit an Bord nehmen – dies ist das Maß des Rimowa Cabin Trolleys. Hiervon ausgenommen sind faltbare Kleidersäcke. Diese gelten bis zu einer Größe von 57cm x 54cm x 15cm als Handgepäck.

Zusätzlich zu diesem Handgepäck ist die Mitnahme eines weiteren persönlichen Gepäckstückes mit einer Maximalgröße von 40cm x 30cm x 10cm als Handgepäck möglich (z.B. Laptop-, Hand- oder Aktentasche).

Weitere Informationen finden sich auf der Webseite von Lufthansa.

Croatia Airlines

Bei Croatia Airlines ist das Ganze ziemlich einfach. Das Handgepäck darf 8kg wiegen und eine maximale Größe von 55cm x 40cm x 20cm haben. Ebenso darf jeder Passagier eine Laptoptasche mit einer Größe bis zu 40cm x 30cm x 10cm, eine Beinprotese oder eine Damenhandtasche der beschriebenen Größe mitnehmen. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite von Croatia Airlines.

Iberia

Bei Ibera darf das Handgepäck eine Größe von 56cm x 45cm x 25cm haben. Ebenso wie bei Easyjet gibt es keine Gewichtsbeschränkung, was ich ziemlich toll finde! Darüber hinaus darf man ein „personal item“ mit an Bord nehmen. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite von Iberia.

Mein Handgepäck

Ich reise mit unterschiedlichen Taschen zu unterschiedlichen Events. Am liebsten nehme ich meinen Manfrotto Rucksack mit, den ich im Zweifel einfach in die Handgepäck Test-Ständer der Airlines drücken kann, sofern ich den Rucksack nicht zu voll gepackt habe.

Manfrotto Pro Light Rucksack 3N1-36

Das Problem dieses Rucksacks ist, dass er mit knapp 2kg Eigengewicht schon mal recht schwer ist. Trotz der Angabe der Webseite von Manfrotto, auf der er mit Außenmaßen von 35cm x 28cm x 49cm beschrieben ist, habe ich Außenmaße von 45cm x 32cm x 25cm gemessen, und die 25cm lassen sich noch auf 20cm „runter drücken“, sodass man in den Rahmen von Ryanair passt, sofern der Rucksack nicht eine Drohne und einen Laptop fasst.

Chrome Citizen Messenger bag

Das Teil wiegt weniger als 1kg und hat 27Liter Füllraum. Allerdings bekommen technische Geräte schnell Kratzer, da es, außer einem Laptop Sleeve, keine Fächer gibt. Mit Außenmaßen von 55cm x 30cm x 10cm ist er zwar voll aufgepumpt größer als das normale Maximum, allerdings muss man auch dieses Gepäck nicht voll packen.

Tenba DNA 15

Dies ist mein aktueller Favorit, sofern ich Gepäck aufgebe. Laut Webseite von Tenba wiegt er 1,4 kg und ist 41cm x 29cm x 20cm groß. Es passt ein Laptop, ein Kindle, ein iPad, eine Powerbank, eine DSLR und ein paar Objektive hinein.

Rimowa Cabin S

Der Rimowa Cabin S ist mit einem Außenmaß von 55x40x20 genau das Teil, was bei Ryanair mit darf und daher für Kurztrips, auf denen kein Gepäck eingecheckt wird, ideal. Allerdings hat er ein Eigengewicht von 4kg, sodass man, wenn man noch 1Liter Flüssigkeiten mitnimmt bei Ryanair noch 5kg fürs Gepäck hat. Bei Germania hat man noch 1kg, was das Ganze ziemlich unbrauchbar macht. Allerdings hat man ja noch die Chance einen Laptop einzeln zu transportieren.

Tumi Wheeled Briefcase

Das Teil steht seit knapp zwei Jahren in der Ecke, da es mit Maßen von 45cm x 40cm x 25cm einfach zu groß ist. Bei Lufthansa hatte ich zwar nie Streß mit dem Akten-Trolley, allerdings habe ich auch immer weniger Verwendung dafür, da ich kaum Papier mit mir herum schleppe. Die darin enthaltene Laptop-Tasche ist allerdings extrem nützlich, da ich somit mein 15″ MacBook immer separat transportieren kann.

Batterien im Handgepäck

Richtig nervig ist es mittlerweile um Batterien geworden. Da ich so gut wie immer relativ viel elektronisches Zeug mitnehme, benötige ich auch entsprechende Akkus. Sofern diese fest verbaut sind, werden sie wohl nicht als solche gewertet. Dennoch weiß man nie, was so passiert. Pro Passagier sind laut akkuline.de 2 Lithium Akkus mit jeweils maximal 100Wh erlaubt. Ihre Nutzung ist während des Fluges untersagt. Und sie müssen ordentlich und einzeln verpackt sein, um Kurzschlüsse zu vermeiden. Sie müssen für den persönlichen Gebrauch bestimmt sein. Außerdem muss die Nennleistung außen auf dem Akku stehen, denn pro Akku sind maximal 100Wattstunden zulässig. Weitere Informationen auf der Webseite von Akkuline, allerdings fehlen dort Links zur IATA oder sonst einer Organisation, welche diese Vorschriften erlässt.

Laut eines Dokumentes, welches ich auf der Webseite der Lufthansa gefunden habe LINK, gibt es lediglich eine Begrenzung auf 2 Lithium Akkus mit einer Leistung von 100Wh bis 160Wh. Alles was unter 100Wh ist, hat keine Begrenzung in der Menge, allerdings gelten die Gewichtsbegrenzungen der jeweiligen Airline. Das gleiche schreibt im Übrigen auch photobaterie.de. Mehr dazu hier.

Rettungswesten und CO2 Kartuschen im Handgepäck

Auch ein nerviges Thema. In Sizilien wurde ich mal abgeführt, da die Gorillas der Handgepäck-Kontrolle eine CO2 Kartusche fanden, die ich einzeln und ohne Rettungsweste transportiert habe, da es mir so empfohlen wurde. Mittlerweile transportiere ich beides nur noch im aufgegebenen Gepäck und lege die IATA Richtlinien in englisch, deutsch und – wenn verfügbar – auch in der jeweiligen Landessprache meines Zeil-Landes dazu. Sonst ist im Zweifel nicht nur die CO2 Kartusche weg (60€, ach ja, und auch kein Zweck mehr für die Rettungsweste am Ziel, was ziemlich blöde ist, wenn man einen Segeltrip unternehmen will), sondern die Rettungsweste gleich mit. Secumar hat auf deren Webseite einen passenden Artikel samt Links zur IATA.

Hier das Dokument der IATA in DEUTSCH

Hier das Dokument der IATA in ENGLISCH

Hier das Dokument der IATA in SPANISCH

Flüssigkeiten im Handgepäck

Man kann Flüssigkeiten bis zu einem Liter mit in die Flugzeugkabine nehmen. Allerdings ist zu beachten, dass diese in einzelnen Behältern bis zu je 100ml abgefüllt sein müssen. Sämtliche Flüssigkeiten müssen in einem transparenten, wieder verschließbaren Plastikbeutel verpackt sein. Jeder Fluggast darf nur einen Plastikbeutel mitnehmen. Ich finde das ziemlich irre!

 

Ach ja, alle Informationen sind natürlich ohne Gewähr!

Törnbericht Mallorca Ibiza 2018 Teil 2

Dieser zweite Teil des Törnberichts führt unsere Reise von Mallorca nach Ibiza und Formentera fort, bzw. beschreibe ich in diesem Post die zweite Woche und somit die Rückreise von Ibiza nach Mallorca. Die erste Hälfte vom Törnbericht habe ich in diesem Post beschrieben. Das Ganze ist vielleicht ein wenig lang geworden, jedoch sind zum einen die Erinnerungen so intensiv und wunderschön, dass ich sie auf jeden Fall aufschreiben muss und zum zweiten möchte ich gerne unsere Erlebnisse teilen, um ein paar Tipps zu hinterlassen.

Freitag, der 1. Juni 2018 – Von Eivissa über Las Salinas nach Cala Yondal

Am nächsten Morgen wollen wir neue Lebensmittel kaufen. Tatsächlich haben wir keine Ahnung, wo sich wollte nächste Supermarkt befinden könnte. Also öffnen wir Google Maps auf dem iPhone und geben „Supermarkt“ in das Suchfeld ein. Der nächste Supermarkt soll laut Google Maps circa 1,2 km von unserem Liegeplatz entfernt sein. Wir überlegen und tippen das gleiche in Apple Karten ein. Mit gleichem Ergebnis. Tatsächlich haben wir letztlich keine andere Wahl, als zu diesem Supermarkt zu gehen. Im Zeifel würden wir einfach ein Taxi rufen, welches uns wieder zum Bot bringen würde. Es ist ziemlich heiß. Hinzu kommt, das Sandra keine Flüssigkeit für Kontaktlinsen hat und somit erstmal ohne Kontaktlinsen mit mir geht. Also halten wir auch Ausschau nach einer Apotheke. Ich zumindest, da Sandra ja nichts sieht. Auf dem Weg zum großen in Eroski Supermarkt, begegnet uns ein kleiner Mini Markt. Da wir nicht unbedingt viele frische Lebensmittel brauchen, sondern vielmehr auf Wasser, Milch, Eier, Käse, Ein paar Knabbereien und vielleicht noch etwas Limonade und Bier aus sind und uns viel zu heiß ist, um noch bis zum Eroski zu laufen, kaufen wir einfach unsere nötigen Lebensmittel einfach hier.

Natürlich sind die Preise hier etwas höher als in einem gewöhnlichen Supermarkt, so dass auch dieser Einkauf mal eben wieder mit 80 € Euro zu Buche schlägt. Auf dem Rückweg kommen wir, nachdem Sandra schon zwei Mal eine Bordsteinkante übersehen hat, an einer Apotheke vorbei, in der Sandra nach Kontaktlinsenflüssigkeit fragt. Der Apotheker hat keine. Ich suche in meinem Kopf angestrengt nach Alternativen, allerdings fallen mir auf die Schnelle nicht zu viel ein. Genau genommen keine. Irgendwie möchte ich auch wieder aufs Wasser, allerdings wäre es schon schön gewesen, wenn Sandra etwas sehen könnte. Sandra sagt, dass das nicht so schlimm sei und dass im Zweifel auch ohne auskommen wird. Wir beschließen also, die Kontaktlinsenflüssigkeit in Ibiza Stadt zu kaufen, wenn wir dort sind und gehen wieder zurück zum Boot. In der Marina angekommen, stellen wir fest, dass es auch in der Marina einen kleinen Supermarkt gibt, der aber auch keine Kontaktlinsenflüssigkeit hat.. Meine Arme sind inzwischen ziemlich lang geworden und außerdem brauchen wir außer den gekauften Lebensmitteln keine weiteren, so dass wir diesen Supermarkt an der Marina nicht noch einmal besuchen, um dort etwas einzukaufen.

Wir bunkern unsere Lebensmittel und machen uns klar zum Ablegen. Vorher gehe ich noch schnell ins Marina-Büro, um das Strom-Adapterkabel gegen 100 € einzutauschen.

Auf dem Boot neben uns befindet sich bereits eine Reninigungs-Crew, die den Motorkracher blitzblank putzt. Wir fendern an der Seite zum Nachbarn ab was geht und machen alle Festmacher klar zum lösen. Sandra löst zuerst die Mooringleine vorne und lässt sie im Hafenbecken versinken und da wir Wind von Backbord haben, fiere ich die ich die Achterleine an Steuerbord, lasse sie aber noch für den Fall der Fälle liegen. Ich kuppele ein und lenke nach Backbord, sodass sich die Yacht langsam in diese Richtung bewegt. Da Sandra noch an der Seite schaut, dass alles abgefendert ist, fiere ich langsam die Backbord Achterleine. Alles sieht gut aus, jedoch droht der Wind uns nach Steuerbord in das Motorboot zu drücken, daher gebe ich etwas mehr Gas und lasse die Backbordleine, wie auch die Steuerbordleine durchrutschen.

Alles sieht gut aus, bis der Moment kommt, an den sich die Steuerbord Achterleine auf den letzten Zentimeter mit den groben Maschen der Leine am Seezaun verhakt, sofort auf Spannung kommt und wir gefühlt wie eine Blitz in Richtung Motorboot gezogen werden. Zum Glück soll das der einzige „Oh Shit“ moment auf unserer Tour bleiben. Ich kuppele aus, entwirre das Seil, Sandra fendert ab, ich bediene den Bugstrahler, kuppele ein und lege hart Backbord. Wir kommen frei, ohne einen Kratzer zu verursachen. Merke: Grobmaschige Leinen niemals unbeobachtet ausrauschen lassen.

Wir fahren aus dem Hafen von Eivissa hinaus aufs Meer in Richtung Cala Llonga und senden eine Textnachricht an Peter und Gina, um zu fragen, ob sie Lust dazu haben uns dort zu begegnen. Auf halber Strecke melden sich die beiden und schreiben, dass sie heute lieber nach Las Salinas fahren würden. Da wir Lust hatten, die beiden zu treffen, drehten wir die Tesoro und nahmen Kurs auf Las Salinas, wieder vorbei am Hafen von Eivissa.

Nach 2.5 Stunden Fahrt, gegen 15:00 kommen wir in Las Salinas an, ankern und lassen Champ ins Wasser. Es fährt ein Rib Schlauboot mit zwei offiziell gekleideten Damen auf uns zu. Die beiden fragen, ob wir auch schon gestern hier gewesen seien und machten uns darauf aufmerksam, dass wir wahrscheinlich etwas Posidonia zerstört hätten haben können. Genau konnten sie es aber nicht sagen, da die See gestern zu sandig gewesen wäre.

Ich versichere mehrfach, dass ich peinlichst genau darauf geachtet habe nicht Posidonia zu zerstören, bekomme noch etwas Infomaterial und werde frei gelasen. Die Damen verschwinden und wir bereiten uns weiter auf unseren Landgang vor, was wiedermal etwas dauert, da nicht alle notwenigen Utensilien an einem Platz sind. Handtücher, Corona, Sonnencreme, Schlüssel, Telefone, Geld und Flip-Flops müssen mit.

Champs Motor startet auf Anhieb und wir düsen los. Peter und Gina sind schon vor Ort und geben uns eine exakte Positionsbeschreibung, an der wir anlanden können. Wir holen Champ aus dem Wasser und breiten unsere Handtücher am Strand von Las Salinas aus. Dicht gefolgt von der Öffnung des ersten Corona des Tages. Kurze Zeit später verschwinden die Damen und kommen mit einer frischen Sangria vom Jockey Club wieder. Die Sangria ist ein Traum und auch durchaus bezahlbar.

Peter und ich philosophieren wie jedes Jahr im Sommer etwas über das nach wie or offene Projekt „Wohnung auf Ibiza“ und kommen zumindest schon mal so weit, dass wir eine gemeinsame Vorstellung von Preis und Göße haben. Hinsichtlich der Finanzierung haben wir immer noch keine Idee, aber die wird schon noch irgendwann kommen, denken wir.

Gegen 18 Uhr machen wir uns wieder auf in Richtung Tesoro, packen Champ wieder an Bord, lichten den Anker und fahren in Richtung Cala Yondal. Dieser Strandabschnitt ist vor allem bekannt für die beiden Clubs Blue Marlin Ibiza und Tropicana Beach Club. Gourmets kennen allerdings vor allem das Restaurant Es Xarcu, welches insbesondere für einen tollen Dinghi-Service bekannt ist.

Als wir ankommen, ist es kurz vor 20 Uhr und die Dämmerung setzt bereits ein. Um sicher zu gehen, dass wir auch einen Tisch im Restaurant bekommen, ruft Sandra kurz im Es Xarcu an. Es seien noch gnügend Plätze frei; wir sollen uns keine Sorgen machen. Wir duschen an Bord und machen uns mit Champ auf den Weg zum Restaurant.

Das Restaurant hat einen großen Außenbereich, der zu Beginn der Saison noch eine Art Zeltlandschaft ist, sodass der Wind nicht zu sehr nervt und man mit einer entsprechenden Fleece-Jacke genügend Wärme hat. Da die Preise durchaus einem Gourmet-Restaurant entsprechen und weil bei dieser Woche so langsam der Igel in meiner Tasche heraus kommt, entscheiden wir uns für eine Paella mit einer schönen Flasche Weisswein. Die Wahl ist genau richtig, denn die Paella schmeckt nicht nur super, sie ist auch genau das, was wir nach diesem Tag brauchen. Doch bevor die Paella überhaupt an unserem Tisch ankommt, fällt erst einmal der Strom im gesamten Restaurant aus.

Die Kellner statten den gesamten Außenbereich der Restaurants mit Kerzen aus, sodass es alles in Allem gedimmter, aber dafür auch extrem gemütlicher wird. Die Gäste unterstützen, indem sie ihre Lichter der Telefon einschalten und diese gegen die Wände richten. Es reicht aus, um eine schöne Atmosphäre herzustellen. Da der Ofen, bzw. der Herd der Küche mit Gas betrieben wird, macht der Stromausfal nicht ganz so viel aus. Lediglich das Kühlhaus wird wohl an diesem Abend etwas leiden.

Nach Paella und Wein überlegen wir noch einen Kaffee zu trinken, jedoch verwerfen wir aufgrund des Stromausfalls diese Idee schnell und bezahlen am Batterie-betriebenen Kreditkartengerät.

Auf dem Weg zum Dinghi begegnen wir ein paar kleinen Krebsen, die Sandra behutsam aus dem Weg räumt, da wir barfuß unterwegs sind. Wir setzen uns ins Dinghi, werfen den Motor an und fahren in die Nacht in Richtung Tesoro. Dort angekommen, gehen wir direkt ins Bett.

Samstag, der 2. Juni 2018 – von Cala Yondal über Es Cavallet nach Santa Eularia

Wir wachen auf und stellen fest, dass der Himmel an diesem Morgen bewölt und die See ziemlich aufgewühlt ist. George Solar, ein befreundeter DJ, der auf Ibiza und Formentera lebt, legt heute im El Chringuito Es Cavallet auf. Da ich diesen Beach Club schon immer mal sehen wollte, entscheiden wir uns direkt dort hin zu fahren. Das ist zwar etwas zick-zack im Sinne unserer Umrundungs-Route, allerdings haben wir durch die beiden Landratten Peter und Gina, die wir gerne sehen wollten, ohnehin in Kauf genommen, einige Strecken mehrfach zurück zu legen.

Gegen 11 lichten wir  den Anker und fahren los. Da der Wind heute überschaubar ausgeprägt ist und wir gerne auch schnell am Ziel ankommen wollen, fahren wir ausschlißlich unter Motor, wieder vorbei an Las Salinas und durch Freu Petit. Vor dem El Chringuito Es Cavallet ist das Meer zwar zielich seicht, aber eben auch wieder mit einer Menge Posidonia bestückt, auf der ich nicht ankern möchte. Da der Wind aus Süden kommt, schaukelt die Tesoro etwas stärker als sonnst, sodass es Sandra nicht unbedingt perfekt geht und sie sich hinlegt. Ich fahre noch ein wenig umher und suche einen guten Ankerplatz, bis ich schließlich einen finde.

Wir ankern gegen 12:30 und fahren mit Champ zum Beachclub. Auf halber Strecke geht der Außenborder aus, sodass ich beginne kurzerhand zu paddeln. Da wir schon nun ein paar mal mit dem Dinghi durch die Gegend gefahren sind, mutmaße ich, dass der Sprit ausgegangen ist. Wir ziehen Champ an Land und gehen zum Bachclub, wo wir uns einen Tisch suchen. Der Club ist total ausgebucht, sodass wir noch eine Ecke eines Lounge-Tisches bekommen, an der wir zu Mittag essen können.

Ich bemerke, dass nicht mein Kumpel George, sondern jemand anderes hinter den CD-Playern steht und checke noch einmal die Nachricht von George, in der steht, dass er erst am Abend da sei. Na, da haben wir uns wohl dieses mal verpasst.

Sandra bestellt Insalata Caprese und ich eine Bruschetta. Dazu ein köstliches Corona. Wir geniessen das Treiben an der Strandbar, welche ich uneingeschränkt empfehlen kann. Eine kleine Einschränkung gibt es vielleicht doch. Der Geldbeutel sollte auf Mahlzeiten nördlich der 20 Euro Marke eingestellt sein.

Nach zwei Stunden entscheiden wir uns wieder zurück zum Boot zu fahren, bzw. zu paddeln, da Peter und Gina sich entschieden haben in die Cala Llonga zu fahren. Während ich paddele, gibt Sandra die Richtung vor. Innerhalb von 5 Minuten kommen wir wieder an der Tesoro an und fahren in Richtung Cala Llonga, wo wir dann auch um 16 Uhr ankommen.

Da der Wind aus Süden kommt, wird das Wasser in die gleiche Richtugn getrieben. Mit dem Wasser werden in der Regel auh dessen schwimmende Meeresbewohner in die gleiche Richtung getrieben, was bedeutet, dass an den Buchten mit einer südlichen Öffnung die Tore weit offen für Quallen sind. Als wir in Cala Llonga ankommen, sehen wir auch gleich ein paar Exemplare davon und entscheiden uns an diesem Tag nicht mehr ins Wasser zu springen. Statt dessen lassen wir Champ zu Wasser, sodass ich die beiden vom Strand aufs Boot abholen kann.

Wir genießen noch den Nachmittag im Cockpit des Schiffes. Danach bringe ich unsere beiden Gäste wieder an Land, hiefe Champ auf die Tesoro, um dann in Richtung Santa Eularia zu fahren. Kurz vor dem Hafen spielen wir das übliche Fender-raus und Festmacher-klar Spiel und sind bereits 20 Minuten später in der Hafeneinfahrt, wo man uns bittet längsseits an der Tankstelle festzumachen. Ich nutze die Gelegenheit, um kurz zu tanken.

Wir bekommen den gleichen Liegeplatz wie beim letzten Mal, jedoch liegt nun noch eine weitere Yacht auf der anderen Seite des Platzes. Als wir anfahren sehen wir, dass die Lücke so aussieht, als waäre sie maximal 3.5meter breit. Darüber hinaus hat die neue Yacht vorwärts festgemacht, da sie hinten quer ein Dinghi montiert hat, dessen Außenborder auch noch in unsere Parkbucht ragt. Ich prüfe den Wind und setze an. Da es nicht zu passen scheint, breche ich ab, drehe einen Kreis und setze erneut zum einparken an. Sandra kümmert sich darum, dass die Fender der anderen Boote dort sind, wo sie sein sollen. Unsere haben wir an Deck gelassen, um uns nocht zu verheddern. Gefühlt drücken wir mit der Tesoro die Nachbarn kräftig zur Seite und schieben uns in die Parkbucht. Die Nachbarn an Backbord sind zur Stelle und helfen bei der Einfahrt die Backbordseite abzufendern. Der Marinero-Azubi läasst als erstes den ihm zugeworfenen Festmacher wieder ins Wasser gleiten. Da die Tesoro allerdings ohnehin nahezu eingeklemmt ist, macht das aber wenig.

 

Um 19:20 sind wir endlich fest und bereiten uns auf den Abend vor. Gegen 20 Uhr holen uns Gina und Peter mit dem Auto ab, da wir heute Abend im C’an Pilot etwas essen wollen. Das Steak-Haus ist unter den Einheimischen berüchtigt für eine sehr gute Qualität zu einem angemessenen Preis. Hier ist nichts super-posh, sondern eher so, wie man sich ein gutes spanisches Steakhaus vorstellt. Da es in der Mitte von San Rafael ist, bezahlt man auch nicht für einen Meerblick, da dieser einfach nicht vorhanden ist. Das Essen ist umso besser.

Nach dem Abendessen setzen uns die beiden wieder in der Marina von Santa Eularia ab und wir gehen zur Yacht. Dort gibt es noch einen kleinen Gin-Tonic, um den Abend gebürtig ausklingen zu lassen.

 

 

 

Sonntag, der 3. Juni 2018 – von Santa Eularia nach San Antonio

Mit 34 Seemeilen steht uns an diesem Tag wohl die längste Fahrt im Rahmen der Ibiza-Umrundung bevor. Wir haben vorher eine Menge Altenrativen durchdacht, sind aber zu keinem besseren Plan gekommen. In dieser Nacht in einer Bucht zu bleiben war für uns keine Alternative und der Hafen von Eivissa barg das Risiko voll zu sein und hinzu kommt, dass wir nun bereits im Juni sind und somit die Preise noch einmal angezogen haben. Für unsere Yacht hätten wir nun – in der Hauptsaison 180 € die Nacht bezahlt.  Santa Eularia lag mit 70 € bei weniger als die Hälte des Preises.

Die Fahrt rüber nach San Antoino ist wunderbar. Hier und da anfangs etwas kühl, allerdings kommt dann die Sonne heraus, sodass es wärmer wird. Der Wind schläft hier und da ein, sodass wir und entscheiden den Motor zu starten und in Teilen diese Strecke unter Motor zu absolvieren. Wir fahren also wieder durch Freu Petit, vorbei an Las Salinas, Cala Yondal und dann dem Highlight Es Vedra. Dieser Felsen zieht mich seit Jahren an und wird seine Anziehungskraft wohl auch nicht verlieren. Bei Anziehungskraft fällt mir ein, dass der Sage nach keine Flugzeuge über diesen Hügel fliegen, da das Magnetfled von dort wohl sehr stark sei. Ob es stimmt, habe ich nie nachverfolgt.

Wir kommen in San Antonio bei BFT4 von der Seite an und funken den Marinero an. Der sagt, dass er gerade beschäftigt sei, sodas wir noch ein paar Runden im Hafenbecken drehen. Nach gefühlten 15 Minuten meldet sich der Gute und weist uns einen Liegeplatz zu. Ich bin schon mal in San Antonio angelegt und habe mich schon mal mit diesem fiesen Wind von der Seite auseinander gesetzt. Also erst gegenan, um dann rückwärts zügig in die Box zu kommen, ca mit 60°, sodass der Wind den Bug des Bootes herum zieht. Dann schnell die Mooring ran ziehen und die Luv-Leine am Heck anbringen. So der Plan.

Wir sind nicht 100%ig so schnell, wie wir es wollten, allerdings sagt der Marinero, dass wir das wohl öfter machen würden, sodass wir mit unserem Ergebnis sehr zufrieden sind. Da sind wir nun. Mein DJ-Kumpel George sagte mal, dass San Antonio für ihn „bei den Orks“ bedeutet, wohl weil hier viele betrunkene Engländer sind. Was Engländer mit Orks zu tun haben, weiß ich nicht. Ich möchte zum Hafenbüro und stelle fest, dass es auf der anderen Seite des Hafens ist. Zwischen mir und dem Büro gibt es eine Menge Wasser. Ich funke daher noch einmal den Marinero an und bitte um eine kleine Überfahrt, die ich auch schnell bekomme. Mit 76,- € war San Antonio ebenfalls noch im Bereich des bezahlbaren. Da wir am Montag ins Ushuiaia zu David Guetta wollen, buche ich direkt zwei Nächte.

Der Marinero ist verschwunden, daher trete ich den rückweg zu Fuß an. Sandra hat sich in der Zwischenzeit schon auf dem Boot geduscht. Als ich ankomme, ist sie bereits fertig, sodass ich eben schnell unter die Dusche springen kann.

Cafe Mambo mit Moscow Mule

Wir essen noch eine Kleinigkeit auf der Tesoro und gehen in Richtung Cafe del Mar. Wir waren noch im März diesen Jahres hier und haben uns die Meile mit Cafe del Mar und Cafe Mambo im leeren Zustand angesehen. Als wir ankommen, platzt die Szenerie aus allen Nähten. Wir bestellen uns zwei Moscow Mule und machen es uns im äußeren Bereich der Terasse gemütlich, während die Sonne langsam im Meer versinkt.

In Hintergrund wird die Musik zunehmend lauter und die Gäste tanzen zunehmend ausgelassener. Wir schauen uns weiter, bei einem weiteren Moscow Mule an, wie die Sonne untergeht und gesellen uns noch ein wenig zu den tanzenden Leuten vor dem Cafe Mambo.

Zu späterer Stunde gehen wir langsam zurück zur Yacht, trinken in unserem Cockpit noch einen Absacker und gehen dann ins Bett.

 

 

Montag, der 4. Juni 2018 – Landgang

Kaum zu fassen aber wahr. Es gibt kaum Charter-Crews, die sich so etwas leisten. Einen GANZEN TAG an Land, ohne auch nur eine Seemeile zu fahren. Das war unser Plan. Und nun setzen wir ihn um. Nach dem obligatorischen Frühstück und der Dusche im Duschhaus, welches im Übrigen sehr gepflegt war, packen wir unsere kleine Tasche und gehen in Richtung Busbahnhof.

Dort angekommen, stellen wir fest, dass der Bus nach Eivissa in 5 Minuten abfahren soll, kaufen daher schnell die Tickets und laufen in Richtung Bus. Gefühlt eine Minute später geht die wilde Fahrt auch schon los. Der Bus platzt aus allen Nähten und wir fragen uns, wie es wohl im Hochsommer aussehen und vor allem riechen wird, denn nicht jeder, der mit diesem Bus mitfährt, hat sich an diesem Morgen frisch geduscht. Eine gute halbe Stunde später kommen wir in Eivissa an und gehen als erstes in eine Apotheke, um uns dort mit einigen Notwendigkeiten wie Kopfschmerztabletten einzudecken.

Danach gehen wir in den Ushuiaia-Store, um für die daheimgebliebenen ein paar Artikel käuflich zu erwerben. Während es in diesen Tagen auf See recht frisch ist, kommt es uns in der Innenstadt extrem warm vor. Wir gehen noch durch ein paar Läden und kontaktieren langsam Gina und Peter, mit denen wir uns später vor dem Ushuiaia treffen wollen. Wir verabreden, dass wir mit einem Bus dorthin fahren und die beiden mit dem Auto aus Cala Vadella direkt dorthin kommen. Der Bus, in dem wir fahren, ist de-facto schrottreif. Zumindest klingt er so. In Angst und Bange, dass die Kiste uns jede Sekunde um die Ohren fliegen wird, fahren wir in Richtung Ushuiaia. Da Gina und Peter noch nicht vor Ort sind, gehen wir erst einmal in Richtung Strand, um es uns an der strandseitigen Bar des Ushuiaia gemütlich zu machen und nicht zuletzt, um noch ein Getränk zu uns zu nehmen.

Peter und Gina kommen ein paar Minuten später. Die Zwischenzeit nutzen wir, um den lokalen Ushuiaia Store zu plündern. Danach gehen wir noch etwas in einem der umliegenden Läden essen. Das Ganze ist zwar eher Junk-Food artig, aber alles in Allem genau das Richtige zur Vorbereitung auf diesen Abend. Sandra nutzt die Gelegenheit, sich in dem Restaurant noch umzuziehen und frisch zu machen. Unsere gekauften und mitgebrachten Sachen bringen wir noch eben zum Auto von Peter und Gina. Die beiden haben die Karten für uns mitgekauft, sodass wir direkt in Richtung Ushuiaia laufen können.

Das Line-Up klang mit LOVRA, Jax Jones, Jonas Blue und natürlich David Guetta sehr gut. Es war das 2018er opening der David Guetta BIG Partyreihe. Da wir ziemlich früh dran sind, bekommen wir auch alle DJs direkt mit. LOVRA macht den Start mit gemäßigten Klängen, die sehr schön für den Nachmitag sind. Jax Jones steigert das Ganze und bringt gute Laune und eine tolle Hintergrund-Show mit. Jonas Blue hingegen hat nicht mehr zu tun, als ins Mikrofon irgend einen Nonsens zu rufen und Selfies von sich und Publikum zu machen, während die Musikauswahl alles andere als toll ist. Da wir für drei Bier und ein Wasser, also eine Runde für alle, jeweils 50 € bezahlen, können wir uns bei Jonas Blue nicht mal betrinken, sondern lassen es über uns ergehen. David Guetta erlöst uns dann von Jonas Blue mit einer richtig tollen Show. Es ist atemberaubend zu sehen, wie dier 51-jährige, der schon alles mögliche in seinem Leben gesehen hat, einen enormen Spaß mitbringt und zweieinhalb Stunden abgeht. Sicher ist das Set voll durch gescriptet und sicher kann man sagen, dass 50€ Eintritt pro Nase teuer sind, allerdings war die Show der Kracher, die Musik toll, die Gäste grundsätzlich friedlich und die Atmosphäre genial. Sandra hat vor allem Spaß an den direkt über uns fliegenden und zur Landung ansetzenden Flugzeugen.

David Guetta überzieht um eine halbe Stunde, schaltet dann aber den Laden aus. Wir gehen noch einmal zurück in die Bar, in der wir zuvor schon etwas gegessen haben, um dort noch etwas zu trinken. Mit uns gefühlt das halbe Ushuiaia. Danach fahren uns Gina und Peter zurück nach San Antonio, wo wir zurück auf die Tesoro gehen. Bei der Verabschiedung besprechen wir noch, dass wir noch einen gemeinsamen Abend auf der Tesoro mit allen verbringen wollen. Für den Bruchteil einer Sekunde überlegen wir noch kurz im Cafe del Mar vorbei zu schauen, allerdings sagt uns der Gesamtzustand des Körpers schnell, dass wir besser ins Bett gehen, was wir dann auch tun.

Dienstag, der 5. Juni 2018 – Von San Antonio zur Cala Bassa

Wir stehen auf, machen Frühstück und gehen duschen. Wir schreiben kurz Gina und Peter an und fragen, ob sie noch gut nach Hause gekommen sind und ob sie Lust haben uns in Cala Bassa zu besuchen. Danach gehen wir noch einmal kurz nach San Antonio, um Zeitschriften und Kleinigkeiten zu kaufen. An diesem Dienstag ist das Wetter irgendwo zwischen Regentropfen und Wolkendecke eingestellt. Da wir von Gina und Peter nichts hören, legen wir ab und fahren in Richtung Cala Bassa. Auf dem Weg dorthin melden sich die beiden und sagen, dass sie vorbei kommen. Wir freuen uns und setzen Kurs auf Cala Bassa.

Die Cala Bassa ist ein kleines Highlight auf Ibiza, da die Bucht so gut wie immer sauber ist, man überall mit Musik beschallt wird, es ein ausgiebiges, aber nicht zu teures Angebot an Speisen und Getränken gibt und der Strand extrem gepflegt wird. Wir suchen uns einen Ankerplatz, bei dem wir keine Posidonia beschädigen und lassen den Anker fallen. Dann entspannen wir etwas im Cockpit und warten auf Gina und Peter, die ich kurze Zeit später melden. Wir fahren mit Champ an Land und begrüßen die beiden im Cala Bassa Beach Club. Da Gina noch etwas in der Stadt einkaufen möchte, bleiben wir im Nachmittag auf der Tesoro und geniessen das mittlerweile schöne Wetter. Neben uns ankert ein Kamaran, der mit einer Crew aus Italien unterwegs ist, welche ziemlich laut Musik durch die Bucht dröhnen lässt. Wir gehen noch ein wenig Schnorcheln und schwimmen durch die Bucht. Am Abend fahren wir mit Champ zur italienischen Crew rüber, quatschen über Gott, die Welt, Segelerlebnisse, ibizenkische No-Go’s, Unterschiede von Landurlauben versus Segelurlauben, die Preise auf Ibiza und unsere weiteren Pläne für’s Leben. Es war ein ausgelassener und sehr entspannter Abend. Wir lassen den Abend dort aus klingen und fahren wieder zurück zur Tesoro.

Mittwoch, der 6. Juni 2018 – Von Cala Bassa über Benirras nach Portinatx

Am Morgen wache ich gegen 6 Uhr auf und gehe ins Cockpit. Es ist noch sehr trübe an diesem Morgen und doch sehe ich als erstes, wie ein Traktor über den Sandstrand fährt und diesen reinigt und begradigt. So bleibt das Strand also sauber! Ich hole die kleine Mavic aus dem Salon und beginne ein paar Aufnahmen mit der Drohne zu erstellen. Auch an diesem Morgen ist es noch sehr bewölt, aber man merkt, dass es heute etwas wärmer werden soll auch wenn ein paar Regenschauer voraus gesagt wurden. Wir frühstücken in Ruhe und lichten langsam den Anker, um uns auf in Richtung Benirras zu machen. Langsam merken wir, dass unsere Reise wieder in Richtung Heimat führt. Wir werden auf Ibiza keinen weiteren Hafen mehr anlaufen und befinden uns nun auf der Nordseite der Insel. Gina und Peter haben sich auch schon gemeldet und freuen sich auf einen gemeinsamen Nachmittag und Abend mit uns.

Die Reise nach Benirras dauert ca zwei Stunden. Gegen 13 Uhr kommen wir dort an und werfen den Anker aus. Entgegen der vielen Fotos und Berichten über diesen Ort, finden wir es zumindest an diesem Tag überschaubar toll und entscheiden uns nach Rücksprache mit der Land-Crew eine Bucht weiter nach Prtinatx zu fahren. Das Ganze hat gleich mehrere Vorteile. Zum einen ist Portinaty größer und sieht etwas schöner aus. Zum zweiten sparen wir uns knapp 5 weitere Seemeilen für Donnerstag, wo wir ja von Ibiza wieder zurück nach Mallorca übersetzen wollen.

Also lichten wir wieder unseren Anker und fahren los. Eine knappe Stunde später sind wir auch schon vor Portinatx. Wir suchen den perfekten Standort und werfen den Anker wieder aus. Es ist noch einmal Zeit, um Champ ins Wasser zu lassen und mit ihm an Land zu fahren. Sandra wollte noch einmal schnell in einen Supermarkt, um genügend Vorräte für unsere Gäste zu haben. Während dessen warte ich am Strand auf zwei Urlauber aus Cala Vadella. Als Gina und Peter eintreffen, beginnt es direkt zu regnen. Wir stellen uns beim Tretbootverleih unter und warten ein paar Minuten auf Sandra. Als wir komplett sind, fahren wir im Regen zurück zur Yacht, wo wir als erstes das Bimini öffnen, um etwas Schutz vor dem Regen zu haben. Das Micro Gewitter zieht gemäß meiner App direkt über uns drüber und soll eine gute halbe Stunde anhalten. Es überzieht die Zeit ein wenig, zieht dann aber ab.

Wir öffnen das Bimini und starten mit einem kleinen Snack in den Tag, da wir alle etwas hungrig sind. Danach holen wir alles heraus, was man zum schnorcheln, schwimmen und ins-wasser-springen alles gebauchen kann. Inclusive dem Spi-Fall, an dem ich ein paar Sprung-Übungen versuche. Der Nachmittag ist herrlich, da die Bucht durch den vorher gegangenen Regen ziemlich leer ist und somit so gut wie niemand in unsere Nähe kommt. Die Sonne ist mittlerweile wieder extrem warm und die Wolken weg.

Gegen Abend bereiten wir ein Abendessen vor und geniessen dieses im Cockpit. Sandra bereitet die Kabine für unsere Gäste vor, damit diese zu späterer Stunde ein bezogenes Bett vorfinden. Wir lassen den Abend bei jeder Menge Musik und guter Laune ausklingen und gehen ins Bett.

Donnerstag, der 7. Juni 2018 – Von Portinatx nach El Arenal

Der nächste Morgen beginnt früh für uns, da ich die Tesoro gemeinsam mit Sandra schon mal so weit es geht fertig für die Überfahrt machen möchte. Unsere Gäste schlafen noch. Wir bereiten unsere Kabine schon mal vor und beginnen damit auch schon die ersten Dinge wieder in Taschen zu verräumen. Es fühlt sich nach Abschied an. Na, es wird auch Abschied sein. Gina und Peter stehen auf und wir nehmen ein gemeinsames, wie auch schnelles Frühstück zu uns. Da es an diesem Morgen etwas schaukelt, wird Gina etwas übel, sodass ich die beiden schnell mit Champ an Land bringe. Es soll meine letzte Fahrt mit ihm sein. Ich verabschiede die beiden am Strand und fahre wieder zurück. Am Boot heben wir gemeinsam den Motor vom Dinhgi und befestigen ihn wieder an der Reling. Danach holen wir Champ aus dem Wasser und befestigen ihn sicher an Bord. Nun heisst es Anker lichten und Segel setzen, was wir auch direkt tun. Als letztes passieren wir den Leuchtturm an der Nordspitze der Insel. Wir halten direkt Kurs auf El Arenal. Zwischendurch korregieren wir den Kurs zwei Mal, da der Drift des Windes uns ein wenig versetzt. Wir kommen unter Segeln perfekt voran und benötigen für die 65 Seemeilen nur knapp 10 Stunden. Die 10 Stunden nutzen wir, um noch einmal die Sonne zu geniessen, um nach Delphinen Aussschau zu halten (die wir wieder nicht gesehen haben) und um ein paar Fähr- und Container Schiffe zu bewundern. Die See ist weitestgehend flach und der Wind bläst uns am Ende von achtern voran. Wir entspannen an Deck. Um das Rauschen des Meeres besser hören zu können, setzen wir uns an den Bug und lassen die Beine außenbords baumlen. Es ist herrlich.

Kurz bevor wir in El Arenal ankommen, nutzen wir die Gelegenheit an Bord noch einmal zu duschen. Natürlich nehmen wir die Heck-Dusche, da uns beiden ohnehin niemand zusieht. Dann geht es langsam aber sicher in den Hafen. Da wir uns nicht beim Hafenmeister angekündigt haben, hat er den Charter-Steg mit anderen Booten belegt. Wir fahren erst zur Tankstelle, um die Tesoro zu betanken. Dann geht es zu unserem letzten Einpark-Mannöver, welches trotz einer frischen Brise einwandfrei gelingt.

Am Abend ziehen wir durch El Arenal auf der Suche nach Nahrung. Vor der Nahrungsaufnahme führt mich Sandra durch die Höllenzone, vorbei an Megapark, Bierkönig und anderen speziellen Einrichtungen. Hier finden wir zwar genug zu trinken, aber nichts zu essen. Empfohlen wurde uns das Restaurant direkt am Hafen, welches allerdings geschlossen hat. Als Alternative empfehlen alle ansatzweise vertrauenswürdigen Personen und auch Tripadvisor das Casa Aurelio, allerdings schliessen die gerade, als wir ankommen und empfehlen uns das Casa do Pulpo. Das Essen im Casa do Pulpo ist grundsätzlich gut und vor allem günstig. Die Sangria ist dagegen nicht zu empfehlen. Wir essen eine Seafood-Platte und begeben uns wieder in Richtung Marina, wo wir final ins Bett fallen.

 

Freitag, der 8. Juni 2018 – Landgang in Palma und Abflug

Am Morgen frühstücken wir ein letztes Mal an Bord und räumen unsere Taschen zusammen, wie zugleich das Boot leer. Andreas kommt, um mit uns die Übergabe zu vollziehen. Wir dürfen unsere Taschen noch an Bord lassen, um noch einmal nach Palma zu fahren, da unser Flug erst am Abend geht.

Andreas erklärt uns noch die Busverbindungen, bevor wir uns auf den Weg machen. Wir haben Glück, denn der Schnellbus kommt genau in dem Moment, in dem wir an der Haltestelle ankommen. Knapp 30 Minuten später sind wir mitten in Palma. Günstiger und schneller wäre es mit einem Auto auf keinen Fall gewesen. Wir ziehen ein wenig durch die Gassen, trinken noch einen Aperol-Spritz im Cappuchino Gand Cafe und erfreuen uns dem schönen Wetter.

Bei der Rückfahrt haben wir den Schnellbus verpasst, nehmen dann aber den zweitschnellsten Bus, nachdem wir erst fälschlicherweise in den Bus eingwstiegen sind, der an jeder Gießkanne hält. Auch der zweitschnellste Bus bringt uns innerhalb von 45 Minuten wieder zurück nach El Arenal, wo wir aus der Marina heraus ein Taxi rufen lassen, um dieses mit unseren Taschen zu bepacken.
 
 
 
 
 
 
 
 

Abflug nach Düsseldorf

Mallorca von ObenEin grauer Nebelschleier legt sich über Mallorca. Man kann nicht einmal von S’Arenal gut auf die andere Seite der Bucht schauen, so sehr ist die Luft mit Wasser gesättigt. Es ist extrem diesig. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei 90%. Bei einer Außentemperatur von 27’C. Wir packen unsere Taschen ins Taxi und fahren zum Flughafen von Palma de Mallorca. Dort angekommen gibt es noch einige Irritationen hinsichtlich der Check-In Gates, da wir zwar Ryanair gebucht haben, aber mit Laudamotion fliegen. Letztlich sitzen wir dann doch wieder in einer Ryanair Maschine, aber wen stört das schon. Die Maschine kommt unpünktlich und fliegt auch wieder unpünktlich ab, was dazu führt, dass wir unpünktlich in Düsseldorf ankommen. In Düsseldorf werden wir abgeholt. Alex begrüßt uns mit einem Helium Luftballon, auf dem „welcome home“ steht. Unser schwimmendes Zuhause der letzten zwei Wochen haben wir abgegeben. Nun geht es wieder zurück an die Arbeit und in den Alltag. Das macht aber nichts, denn hinter uns liegen zwei ereignisreiche, wie herrlich berührende Wochen.

Törnbericht Mallorca Ibiza 2018 Statistik, Links und Informationen

Wer den Törnbericht komplett gelesen hat, weiß, was uns alles passiert ist. Es war eine wundervolle Reise von Mallorca nach Ibiza über Formentera und zurück über zwei Wochen, die wir sehr genossen haben. Für Interessierte, die ebenfalls einen solchen, oder ähnlichen Törn planen, habe ich in diesem Beitrag etwas Statistik, Preise, Informationen und Links zusammengefasst.

Hier geht es zum ersten Teil des Törnberichts

Hier geht es zum zweiten Teil des Törnberichts

Gefahren sind wir mit der Tesoro, einer Bavaria 40 von Iris Yachtcharter, die wir über das Adriatic Sailingteam gebucht haben. Die Yacht war in einem einwandfreien Zustand, neuwertig und in einem tollen Wartungszustand. Die Basis hat uns unterwegs immer mal wieder mit Hinweisen zu Wetterverhältnissen informiert. Der Service war einwandfrei und der Dinghi-Motor funktionierte immer, wenn man ihn richtig bedient hat.

Länge: 12.35, Breite: 3.96m, Tiefe: 1,69m

Marinapreise Ibiza und Mallorca

Hafen Monat Preis
Puerto Portals Mai € 95,00
Port d’Andratx Mai € 48,62
Santa Eularia Mai € 63,00
Ibiza Nueve Mai € 120,00
Santa Eularia Juni € 63,00
San Antonio Juni € 77,59

Strecken und Zeiten unseres Törns von Mallorca nach Ibiza und zurück

Datum Start Startzeit Ziel Zielzeit Strecke Plot Beschreibung
26.05.2018 El Arenal Mallorca 17:08 Puerto Portals Mallorca 20:02 10,3 NM Segeltörn Abendessen im Spoon
27.05.2018 Puerto Portals Mallorca 12:46 Port d’Andratx Mallorca 17:50 21,1 NM Abends Essen bei Freunden
28.05.2018 Port d’Andratx Mallorca 09:02 Santa Eularia Ibiza 21:27 63,5 NM Übernachten im Hafen von Santa Eularia
29.05.2018 Santa Eularia Ibiza 13:13 Cala Llonga Ibiza 13:34 2,5 NM
29.05.2018 Cala Llonga Ibiza 17:27 Talamanca Ibiza 20:04 4,9 NM Abendessen im Fish Shack und Drinks im Sa Punta
30.05.2018 Talamanca Ibiza 12:35 Cala Pujols Formenera 15:29 13,8 NM
30.05.2018 Cala Pujols Formentera 17:23 Platja de Llevant Formentera 18:02 2,2 NM Abendessen im Es Moli del Sal
31.05.2018 Platja de Llevant Formentera 12:07 Las Salinas Ibiza 14:54 13,4 NM Mittags Imbiss im Jockey Club
31.05.2018 Las Salinas Ibiza 17:10 Marina Ibiza Nueve 19:49 8,0 NM Abendessen im Number 5 Ibiza
1.6.2018 Marina Ibiza Nueve 12:24 Las Salinas Ibiza 14:50 11,4 NM Sangria aus dem Jockey Club
1.6.2018 Las Salinas Ibiza 18:47 Cala Yondal Ibiza 19:37 4,8 NM Abendessen im Es Xarcu
2.6.2018 Cala Yondal Ibiza 11:16 Es Cavallet Ibiza 12:38 7,3 NM Mittags-Snack im El Chiringuito
2.6.2018 Es Cavallet Ibiza 14:20 Cala Llonga Ibiza 15:50 9,5 NM
2.6.2018 Cala Llonga Ibiza 17:44 Marina Santa Eularia Ibiza 19:20 2,5 NM Abendessen im C’an Pilot
3.6.2018 Marina Santa Eularia Ibiza 12:55 Marina Puerto Deportivo Sant Antoni de Portmany 18:15 34,0 NM Sonnenuntergang im Cafe Mambo
5.6.2018 Club Nautico San Antonio Ibiza 12:36 Cala Bassa Ibiza 13:13 2,9 NM Mittags-Snack im Cala Bassa Beach Club
6.6.2018 Cala Bassa Ibiza 10:53 Cala Benirras Ibiza 12:57 13,8 NM
6.6.2018 Cala Benirrás Ibiza 13:08 Cala Portinatx Ibiza 13:58 4,1 NM Abendessen auf der Tesoro
7.8.2018 Cala Portinatx Ibiza 10:40 El Arenal Mallorca 20:35 64,4 NM Abendessen in El Arenal
TOTAL 294,4 NM

Törnbericht Mallorca Ibiza 2018 Teil 1

Dieser Törnbericht soll Euch zum einen unsere Erlebnisse widerspieglen, wie auch ein paar Tipps zum Segeln und vor allem Geniessen zwischen Mallorca und Ibiza geben. Wir starteten am 26.5.2018 mit unserem bei IRIS Yachtcharter über das Adriatic Sailingteam gecharterten Segelboot, einer Bavaria 40, aus dem Jahr 2015 im Hafen von S’Arenal auf Mallorca.

Eigentlich war eine Reise zu viert geplant, jedoch sprangen ein paar Wochen vor Abreise die geplanten Mitsegler ab, sodass wir nur noch zu zweit waren. In der Kürze der Zeit konnten wir keine weiteren Mitsegler auftreiben, mit denen wir uns vorstellen konnten zwei Wochen auf einem Boot zu sein. Daher haben wir uns lieber dazu entschieden allein zu fahren, statt mit Fremden einen Törn zu verbringen.

Eine Reise zu zweit hat viele Vorteile, da man sich aufeinander konzentrieren kann und man sehr viel mehr für sich geniessen kann. Budgetär gesehen ist das Ganze jedoch ein ziemlicher Kraftakt, den ich mal wieder etwas unterschätzt habe. Aber dazu später mehr.

Wer nur eine Übersicht der Reise haben möchte, wird im Teil Statistik fündig und klickt auf diesen Link.

Freitag, der 25.5.2018

Bereits einen Tag dem geplanten Termin des Ablegens kommen wir auf Mallorca an, da wir in einem schönen Restaurant in Sandras Geburtstag hinein feiern möchten. Die erste Nacht verbringen wir im Hotel Gran Melia Victoria in der Nähe des Hafens von Palma de Mallorca. Nachdem wir am Hotel angekommen sind, bringen wir schnell unsere Koffer auf unser  Zimmer und brechen auf zum Lokal der Wahl, dem Forn in der Innenstadt von Palma. Zumindest war das unser Plan, da wir noch im Hotel ein Taxi haben rufen lassen. 10 Minuten später stehen wir noch immer in der Hotel Lobby. 20 Minuten später ebenso. Also entscheiden wir uns dazu auf die Straße zu gehen, um dort während wir den Weg ein Stück laufen, ein Taxi anzuhalten. Wir gehen auf gegenüberliegenden Straßenseiten, um kein Taxi zu verpassen. Schließlich winken wir, beziehungsweise jeder einzeln dem selben Taxi zu. Ich muss ja nicht beschreiben, zu wem der Fahrer fährt. Kurze Zeit später setzt er uns am Passeig Maritimo in Höhe des Forn ab.

Das Restaurant ist ein echter Kracher und einfach nur zu empfehlen. Pünktlich zum Geburtstag liefern sie natürlich auch ein mit Feuerwerk bestücktes Kuchenteil und ein Getränk. Wir stossen an und freuen uns über den schönen Abend. Auf einen weiteren Cocktail gehen wir nach dem tollen Abendessen ins gegenüberliegende Abaco, um uns in den Innenhof zu setzen. Dort ist  dann aber auch schon gegen 2 Uhr Schluss. Die Wärme, die einem noch um 2 Uhr Nachts auf Mallorca bereits im Mai begegnet, fühlt sich wunderbar an. Wir gehen in dieser schönen Wärme wieder zurück zum Hotel, biegen noch einmal falsch ab und finden dann aber doch unseren Weg. Sandra läuft sich während wir zum Hotel laufen direkt eine Blase, sodass sie schon mal barfuß unterwegs ist. Am Hotel angekommen, haben wir noch Lust auf ein Kaltgetränk, jedoch ist die Bar bereits geschlossen und das Hotel bereits im Mute-Modus. Daher gehen wir kurzerhand ins Bett.

Samstag, der 26.5.2018 – von El Arenal nach Puerto Portals

Segeltörn

Start 17:08
Ende 20:02
Dauer 2:53
Distanz 10.3 NM

“Heute ist Geburtstag” von Kapelle Petra dröhnt aus der mitgebrachten Ultimate Ears Megaboom. Wir duschen, verpacken wieder alle ausgepackten Kleidungsstücke in unsere Koffer und verlassen das Zimmer. Ich hatte bei der Buchung ein wenig Angst, dass das Gran Melia Victoria schon etwas in die Jahre gekommen sein könnte. Latent werde ich bestätigt, aber der Preis- / Leistungsverhältnis stimmt in diesem Hotel auf jeden Fall und das Attribut „abgeranzt“ kann man dem Hotel nun wirklich nicht geben. Unsere Koffer geben wir beim Concierge ab und gehen wieder in Richtung Santa Catalina, wo wir im Madeleine de Proust einkehren, um dort zu frühstücken. Danach besuchen wir die nebenan gelegene Markthalle, in der Sandra es nicht sein lassen kann sich ein Baiser-Ding mitzunehmen. Während ich nur diese Hartschaum-Zuckerbomben kenne, ist dieses Teil zu allem Überfluss noch weich und cremig. Eine Wonne. Das Weinangebot lassen wir wie es ist und können auch sonst überall widerstehen, da wir ohnehin noch in den nahegelegenen Supermarkt wollen, um dort alles notwenige für unseren Törn zu kaufen.

Schon zu Hause haben wir eine kleine “Buy me a Pie” Liste erstellt, um im Supermarkt nur noch alles in den Wagen werfen zu müssen. Wir laufen also rüber zum nahegelegenen Mercadona und kaufen ein, als gäbe es kein Morgen mehr. Man kann dort ziemlich gut .sehen, dass mehrere Chartercrews sich mit Lebensmitteln eindecken. Nachdem wir alles im Wagen haben und uns die Kassiererin um ein paar Euros erleichtert hat, gehen wir hinaus, um ein Taxi zu suchen. Sandra organisiert uns einen fahrbaren Untersatz, mit dem wir zum Hotel fahren, dort unsere Koffer ins Taxi laden und dann zum Yachthafen von El Arena fahren.

Der Taxifahrer erklärt uns während der Fahrt, dass er nur im Sommer Taxi fahren würde und im Winter Tennisunterricht gibt und dass Mallorca von Billigmietwagenanbietern überflutet wird, sodass zum einen sein Geschäft schlechter läuft und zum anderen die Touristen keine Ahnung haben, wie sie auf der Insel zu fahren haben. Dann erklärt er und noch, dass eine Taxilizenz auf Mallorca pro Jahr 40.000,00 € kosten würde. Na klar.

Wir kommen am Yachthafen an, kurz nachdem wir mitten durch El Arena gefahren sind. Ein interessantes Kontrastprogramm. Der Pförtner kann erst einmal mit IRIS Yachtcharter nicht so viel anfangen, jedoch kann ein Passant dankenswerterweise vermitteln. Ich finde das Büro des Verchartertes und bitte den Taxifahrer vor dem Büro anzuhalten, um dann dort auszuladen. Wir laden aus und ich ging ins Büro, um den wohl kritischsten Teil der Reise zu erledigen. Die Erledigung der Papiere ist insofern interessant, da ich am Tag der Abreise in Deutschland feststellte, dass meine Bootsführerscheine nicht dort waren, wo sie hätten sein sollen. Nachdem ich das Haus auf den Kopf stellte, gab ich auf und fuhr ohne sie zum Flughafen Düsseldorf. Ich telefonierte noch mit dem DSV in Hamburg und bat um ein FAX, welches bestätigen würde, dass ich im Besitz einer Fahrerlaubnis bin, jedoch wurde ich lediglich angeraunzt, dass man dort schon genug zu tun hätte und ich ja eine Kopie meines Führerscheins habe, welche ja mehr aussagen würde, als eine Bestätigung vom DSV. Ohne es im Detail juristisch ausführen zu wollen, kann ich an dieser Stelle nur sagen, dass das nicht stimmt. Zum Glück habe ich Kopien meiner Führerscheine erstellt, welche ich schon bei Buchung an IRIS Yachtcharter per Mail sandte. Somit fragt auch niemand mehr nach den Originalen. Übrigens haben sich die Scheine dann nach Ankunft zu Hause 3 Wochen später wieder gefunden. Ich hatte sie die ganze Zeit bei mir in meiner Brieftasche. Sie sind nur in ein Fach gerutscht, welches ich bis dato nicht kannte.

Ich unterschreibe alle notwendigen Papiere, nachdem ich unseren Ankunftstag um eine Woche nach hinten korrigierte, bezahle Kaution und Extras und gehe wieder nach draußen. Dort verlädt Sandra bereits mit Andreas, der für Iris die Wartung und Einweisung übernimmt, unsere Einkäufe in den Van. Ich helfe noch schnell alles zu verladen und folge den beiden, die mit dem Van zur Yacht fahren, dann zu Fuß.

Am Ende des Stegs liegt unsere Tesoro. Sie sieht so aus, als wäre sie in diesem Jahr noch nicht einmal auf See gewesen. Wir verladen das Notwendigste. Danach gibt mir Andreas eine extrem ausführliche Einweisung in die Benutzung der Yacht. Ich war sehr beeindruckt, habe ich in der Vergangenheit maximal eine Papier-Checkliste bekommen, die ich selbst abhaken durfte. Nach einer guten halben Stunde sind wir durch, sodass Sandra und ich die restlichen Einkäufe verladen können. Vorher holen wir kurz die Segel raus, um sicherzustellen, dass alles funktioniert. Wie verladen unsere Gegenstände und ich beginne damit die Yacht Geek-fähig zu machen, verlegte also ein paar USB Ladekabel, Stecker, Halterungen, Haken, Ösen und Elektronikzeug.

Dann sind wir auch nahezu fertig zum Ablegen. Die Festmacher sehen allerdings auch so aus, als wären sie noch im Winterschlaf und seit 2017 in exakt dieser Position, natürlich unterhalb aller anderer Festmacher, sodass wir erstmal mehrfach die Festmacher lösen und neu verlegen, sodass letztlich unsere Festmacher als oberste auf der Klampe liegen. Der Steuerbord-Festmacher ist eine extrem grobmaschige und zugleich störrische Leine, welche sich kaum verbiegen oder drehen lässt.

Dann ist es endlich soweit. Die Festmacher liegen auf slip an oberster Stelle auf der Stegklampe. Die Badeplattform ist oben. Der Landstrom ist abgekoppelt und wir bei bester Laune. Ich starte den Motor, lege den Gang ein und die Schraube drückt die Tesoro und somit auch uns nach vorn. Sandra löste die Mooringleine vorn, sodass wir nur noch achtern fest sind. Der Wind ist uns gnädig bei unserem ersten Ableger zu zweit und bleibt mal kurz weg. So können wir entspannt aus der Box fahren und Kurs auf die Bucht von Palma nehmen. Dieses tun wir dann auch sogleich und gleiten aus dem Hafen. Wir sind auf offener See. Wir drehen in den Wind, der nun wieder mit BFT3 weht und setzen Segel. Ein Traum.

In den kommenden Stunden fahren wir durch die Bucht von Palma nach Puerto Portals. Als wir dort ankommen ist nur noch ein Marinero zugegen, der uns einen Liegeplatz zuweist, an dem wir längsseits ohne Versorgung von Wasser, Strom oder sanitären Anlagen festmachen können. Da der Wind wieder nahezu eingeschlafen ist und darüber hinaus der Hafen sehr gut geschützt ist, legen wir extrem trivial an. Das war mal einfach.

Aus Palma hören wir ein lautes Hupen von einem der riesigen Kreuzfahrt-Schiffe, welches mit vielen Gästen offensichtlich ablegt. Ich hole meine Kamera und warte an den Wellenbrechern darauf, dass das Schiff endlich an mir vorbeifuhr. Meine Nautik-App sagte mir zuvor, dass das Schiff in Richtung Ibiza fahren würde, ergo an uns vorbei kommen muss. Sandra telefoniert während dessen mit ihrer Oma und checkt die letzten eintreffenden Geburtstags-Nachrichten. Die Sonne geht langsam unter, jedoch ist es alles in Allem ziemlich diesig. Das Schiff fährt ziemlich weit entfernt an uns vorbei, sodass man kaum etwas von dem Kahn sieht. Wir gehen duschen und bereiten uns auf einen schönen Abend vor.

Da wir Sandras Geburtstag gebürtig feiern wollen, machen wir es uns in einem der Restaurants, dem Spoon gemütlich. Das Essen dort ist – wie in jeder Gastronomie in Puerto Portals – überteuert, aber sehr gut. Der Service im Übrigen auch. Nach dem Spoon gehen wir noch kurz ins Ritzi, bzw. in die Ritzi Lounge Bar um uns anzusehen, was man mit Botox heutzutage alles machen kann. Das Ritzi ist wie immer ein großer Spaß, auch wenn wir mit 16,- € pro Moscow Mule nicht mal ansatzweise angetrunken sein können. Nach dem großen Spaß gehen wir wieder zurück zum Boot, um dort noch einen Absacken zu trinken und dann ins Bett zu gehen. Die erste Nacht auf dem Boot ist extrem ruhig und angenehm. Zu zweit hat man auf einer 40 Fuß Yacht eine Menge Platz und kann, wenn man im Hafen festgemacht hat so gut wie in einem Bett zu Hause schlafen.

Sonntag, der 26.6.2018

Am Morgen überlegen wir, wir wir am Besten von der äußersten Kante der Marina zum Hafenbüro kommen, ohne dabei bereits den ersten Marathon absolvieren zu müssen, denn natürlich liegt das Büro des Hafenmeisters auf der gegenüberliegenden Seite unseres Steges. Also entweder 25m Wasser oder 900 Meter Weg. Mit der Yacht möchte ich noch nicht einfach rüber fahren, da wir weder als Crew geübt sind, noch ich das Boot adhoc im Detail navigieren kann, noch Sandra in ihrem Leben viele Anlegemanöver absolviert hat. Wir entscheiden uns für das Dinghi und hiefen das kleine Beiboot gefolgt vom Außenborder ins Wasser. Mit diesen Außenbordern aus der Charter stehe ich grundsätzlich auf Kriegsfuß und natürlich will der Motor nach sorgfältiger Montage nicht starten. Also öffne ich erst einmal die Abdeckung des Motors und schaue, ob mich ein lila farbenes Monster ansieht, welches ich dann einfach entfernen könnte, um den Motor starten zu können. Es ist allerdings kein Monster unter der Abdeckung. Ich ziehe also weiter am Startband. Kontrolliere noch mal Choke, Benzinfüllstand, Benzinhahn. Ziehe weiter am Band. Bitte Sandra den Werkzeugkoffer zu holen, um die Zündkerze zu trocknen. Stelle fest, dass es im Werkzeugkoffer keinen Zündkerzenschlüssel gibt. Ziehe weiter am Band. Werde mit jeder Sekunde zorniger. Schimpfe auf diese PARSUN Motorenhersteller. Nörgele herum. Alte Reiskocher (ohne zu wissen woher der Hersteller PARSUN eigentlich kommt). Ziehe weiter. Werde wütend. Wundere mich über diesen kleinen Pin am Gashebel. Und schmunzele, denn ich Idiot habe vergessen den Motorunterbrecherschnupsi (oder wie auch immer dieses Teil heissen mag) anzubringen. Nachdem das kleine süße schwarze Etwas eingelegt ist, startet der Motor auf anhieb. Choke brauche ich nicht mehr, da durch meine Versuche den Motor zu starten dieser schon warm ist.

 

Da nun der Motor endlich knattert, mache ich mich auf den Weg, um an der anderen Seite des Hafens wieder festzumachen. Die Mauer ist ziemlich hoch, sodass ich mein Dinghi erst daran festmache, dann die Unterlagen auf die Mauer werfe, um mich dann an der Leine hochzuhangeln. Der Hafenmeister ist sehr nett und verlangt 95,- € für unseren mageren Liegeplatz ohne Wasser und Strom. Ich finde das zwar happig, habe aber von Puerto Portals keine Niedrigpreise erwartet. Also gehe ich wieder zurück zur Kaimauer, springe waghalsig in mein Dinghi, starte den Motor und fahre zur Tesoro. Nachdem wir das Dinghi wieder an Bord verstaut haben, dampfen wir in die Vorspring ein und legen ab. Vorher bewundern wir noch einmal das Segelboot an der gegenüberliegenden Kaimauer, welches laut meinen Recherchen für den Liegeplatz läppische 700 Euro bezahlt hat.

Vor uns liegen gute 300 Seemeilen, die wir in den kommenden 12 Tagen in unserem Kielwasser zurück legen wollen. Es ist nicht so richtig warm an diesem Morgen. Der Himmel ist noch ziemlich grau, sodass das Wasser im Hafen ebenfalls alles andere als tiefblau aussieht.

Doch zuerst geht es an der nördlichen Spitze der Bahia de Palma vorbei in Richtung Port D‘Andratx. Wir fahren aus dem Hafen von Puerto Portals heraus und geniessen direkt den Wind, der uns nach Port D‘Andratx bringen soll. Also ab in den Wind und Segel setzen. Für die Bucht von Santa Ponça bleibt uns leider keine Zeit, da wir gerne vor der Einfahrt zum Hafen von Port D’Andratx noch ein paar Mal einige Rettungsmanöver für den Ernstfall üben wollen. Zum einen eignen sich so viele Tage auf der Yacht auch mal dazu derartige Übungen durchzuführen und zum anderen ist es immer gut zu wissen, dass im Notfall jeder an Bord die Yacht zumindest so weit in den Griff bekommt, dass der über Bord gegangene eine gute Chance hat gerettet zu werden.

Am Cap de Cala Figuera wenden wir drei Mal, damit wir an der Spitze der Illa del Toro vorbei kommen können. Mittlerweile sind die meisten Wolken verschwunden, der Himmel blau, die Sonne hoch und warm und das Meer tiefblau. Wir sitzen im Cockpit und bewundern die vielen Yachten, die mir uns fahren, uns entgegen kommen, oder unseren Kurs kreuzen. Mit einem Kurs von ca. 315° fahren wir an dem Leuchtfeuer von Port D’Andratx vorbei, um dann unsere Übungen vor der Bucht von Port D’Andratx durchzuführen.

Die über Bord gegangenen Fender können wir beide natürlich immer wieder sicher an Bord befördern, sodass wir unser kleines Training nach einer knappen Stunde beenden. Also ab in den Hafen von Port D’Andratx. Die Marineros in diesem Hafen sind wirklich richtig richtig gut. Die Annahme per Funk war bereits professionell und als wir zum Steg kommen, warten dort schon zwei Marineros, die uns helfen die Yacht sicher an den Steg zu bekommen. Alles geschafft. Also Zeit für einen Anleger, Zeit, um den lieben Rasmus für die schöne Fahrt zu danken und Zeit für eine kleine Verschnaufpause. Natürlich können wir auch beobachten, wie andere Crews bei mittlerweile 15 Knoten Seitenwind reihenweise die Yachten noch kurz vor dem Anlegen verdrehen und quer in der Box stehen. Dieser auflandige Wind in Port D’Andratx hat mir schon mal vor ein paar Jahren Kopfschmerzen bereitet, als ich ebenfalls mit einer unerfahrenen Mitseglerin, damals allerdings ohne Hilfe von Marineros und ohne Bugstrahlruder anlegen wollte. Eine der Crews schafft es eine Mooring-Leine in die Schraube zu ziehen, sodass einer der Marineros mit dem Dinghi ankommen muss, um dann ins Wasser zu springen. Unter Wasser hat er offensichtlich wieder alles neu verknotet, jedoch bleibt ein Schnipsel übrig. Ich hätte das kleine zerfledderte Seil als Andenken behalten, jedoch schmeisst der Skipper der Unglücks-Crew, dem der Marinero das kleine Tau in die Hand gegeben hat, den lästigen Fetzen mürrisch in die Mülltonnne, um dann sein Werk mit einer Flasche Bier zu feiern.

Mit blieb noch etwas Zeit, um über die Zusammenstellung einer anderen Crew nachzudenken. Diese Crew legte kurz nach uns und neben uns an und sah ziemlich zusammengewürfelt aus. Als das Wort Bordkasse beim Berzahlvorgang mit dem Marinero fiel, schaudert es mir ein wenig, denn die sechs Personen auf dieser 40 Fuß Bavaria neben uns sind sehr offensichtlich wirklich wild zusammen gewürfelt und passen augenscheinlich so gar nicht zusammen. Ich erinnere mich an meine Ausbildungstörns, welche durchweg alle lustig hinsichtlich der Crew Zusammensetzung waren, jedoch ist ein Ausbildungstörn noch etwas anderes, als ein Urlaub mit völlig Fremden. Mein Ding ist es auf jeden Fall nicht. Zumindest ist meine Vorstellung daran alles andere als einhundert Prozent positiv.

Duschen können wir prima an Bord, da die achterliche Nasszelle mit einer Trennwand für die Dusche und einem Ablauf aus Teak Holz ausgestattet ist. Platz zum Duschen ist ebenfalls genug vorhanden, sodass der Gang zu den Marina-Duschen uns erspart bleibt. Die Tesoro dampft, während wir duschen, aber es war herrlich.

Wir sind am Abend bei Freunden zu Gast, welche uns direkt an der Marinaeinfahrt abholen, um mit uns zu ihnen zu fahren. Als wir bei ihnen zu Hause ankommen können wir noch kurz deren beiden Kindern eine gute Nacht wünschen, bevor diese dann ins Bett gehen. Wir befinden uns in Andratx unweit von Port D’Andratx. Die Tapas, die die beiden gemacht haben sind grandios und der Abend insgesamt ein großer Spaß. Die finale Sangria war perfekt zubereitet. Die beiden sind aus Deutschland ausgewandert und richten sich seit knapp einem halben Jahr auf Mallorca ein. Gegen 12 sind wir wieder zurück auf der Tesoro und gehen direkt ins Bett.

Montag, der 27.5.2018 – Von Mallorca nach Ibiza

Die Nacht war extrem ruhig, wenn auch kurz, da wir bereits um 7:30 aufstehen.

Ein langer Tag, oder zumindest eine lange Reise steht uns bevor. Als ich die Luke des Niedergangs öffne, offenbart sich ein Wetter, welches ich eher aus dem Winter auf Mallorca kenne. Der Himmel ist dunkelgrau und der Wind stark und kalt. Die verschiedenen Wettervorhersagen sagen mehr oder wenig unisono, dass der Wind aus Südwest mit einer Stärke von 15 Knoten kommen wird. Dass Ganze bei einer Außentemperatur von 24’C. Ich koche uns erst einmal einen Kaffee und ein paar Eier.

Wir sitzen im Cockpit und bestaunen bei unserem kleinen Frühstück das bunte Treiben am Steg. Auch die andere Crews frühstücken, diskutieren über das Wetter und überlegen, was sie heute alles schaffen wollen. Nachdem der Kaffee ausgetrunken war, machen wir uns langsam fertig für die Überfahrt nach Ibiza. Um exakt 9 Uhr legen wir ab. Wir fahren aus der Bucht des Hafens heraus und drehen in den Wind, um das Großsegel aus dem Mast zu holen, fallen dann auf 230’ ab und rollen das Vorsegel ebenfalls aus. Unsere durchschnittliche Geschwindigkeit liegt an diesem Tag bei 5.7 Knoten. Für die 63,5 Seemeilen benötigen wir 11 Stunden und 30 Minuten. Wir segeln die gesamte Strecke hoch am Wind, was latent nervt. Auf halber Strecke frischt der Wind noch etwas auf, sodass ich mich entscheide die Segel zu reffen.

Meine Vorahnung gibt mir Recht, denn der Wind frischt zwischendurch auf bis zu 25 Knoten auf. Die Yacht liegt ziemlich gut auf der Backe und der Wind auf See ist so kalt, dass wir uns mit Decken eindecken. Uns überholt ein weiteres Segelboot, welches einen längeren Rumpf, aber vor allem eine größere Genua hatte. Seekrank werden wir nicht, jedoch legen wir uns abwechselnd mit geschlossenen Augen ins Cockpit, damit sich Hirn und Magen beruhigen können und sich dieses kleine Gefühl des Unwohlseins wieder verflüchtigt. Nachdem der Wind nun auffrischt, lassen die größeren Wellen auch nicht auf sich warten. Nun offenbart sich ein kleiner aber extrem nerviger Defekt am Bimini des Bootes. Es fällt aus der Verankerung und hebt ab, als und eine Welle erfasst. Danach kracht es wieder auf das Teakholz der Lauffläche an Backbord. Da es nun schon mal gelockert war, macht es diese Bewegung nun immer wieder.

Mein Hirn beginnt damit die Optionen einer Reparatur durchzugehen. Ursprünglich wurde das Bimini wohl mit einer Klammer, welche hinter einer Art mit Imbusschrauben befestigten Hülse festgehalten. Meine Versuche die Imbusschrauben der Hülse zu lösen scheitern, da der ganze Block vom Salz des Meeres angefressen und vergriesgnaddelt ist. Kabelbinder sind auch keine Option, da es nichts zu umbinden gab. Die Hülse ist direkt auf der Aluminium Rinne geschraubt. Dann fällt mir auf, dass die Rollreffleine direkt vor der Hülse vorbei führt. Ich stecke den Pin des Bimini wieder in das Loch der Halterung, halte der Rollreffleine vor den Pin und hole die Leine dicht. Hält. So haben wir zumindest kein fliegendes Bimini mehr und schonen das Teakdeck. Allerdings habe ich bei der Aktion mein heiß geliebtes Cappi verloren, welches mich nun seit einigen Jahren treu auf meinen Reisen begleitete. Es hatte schon eine gewisse Patina, was ich irgendwie ganz schön fand. Außerdem stand HUGO drauf, was mich immer wieder an einen kühlen Drink erinnerte. Es war noch nicht ganz vom Kopf geflogen (warum auch immer ich es nicht ordentlich festgebändselt habe), da verschlang es die See. Selbst eine direkte Kehrtwende half nicht es wieder zu finden. Dies soll wohl mein Tribut dieses Törns sein.

Land in Sicht

Nach sechseinhalb Stunden Fahrt und zurückgelegten 35 Seemeilen sehen wir die ersten Umrisse unseres Ziels. Die Sicht ist alles andere als klar, da die Luft extrem diesig ist. Der Anblick der Umrisse Ibizas treibt mir Tränen in die Augen. Sandra liegt mir der Decke im Cockpit, während ich nicht mit meinen Augen von der Insel los komme. Ich halte inne und atme tief ein und wieder aus. Dieser Moment ist wunderschön. Ich fühle, wie sich alle Haare auf meiner Haut aufrecht stellen. Plötzlich ist mir warm. Die Wolken wichen in den letzten Stunden der See, sodass wir nun diesen Anblick bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein genießen dürfen. Es ist ein wundervolles Gefühl. Ich vergesse die Wellen, die immer noch das Boot auf die Seite drücken und bleibe im Cockpit stehen, während ich mich an der Sprayhood festhalte. Wir steuern auf Ibiza zu. Sandra bemerkt, dass ich wie angewurzelt nach vorne starre, steht auf, hält mich fest und geniesst diesen Anblick gemeinsam mit mir.

Für weitere 10 Seemeilen halten wir unseren Kurs. Drei Wenden später fahren wir direkt auf die kleine Insel Tagomago zu. Wir wenden noch insgesamt fünf mal, bis wir uns auf direkten Kurs zur Hafeneinfahrt von Santa Eulalia befinden. Nach 11 Stunden Fahrt holen wir die Segel ein und fahren in den Hafen von Santa Eulalia. Wir haben es geschafft. Es ist schon spät, aber die Marineros sind noch zugegen und geben uns einen Liegeplatz, nachdem wir nach seitlichem Anlegen an der Tankstelle erst einmal ein paar Papiere auf den Kopierer gelegt haben. Mit 62 Euro für einen Liegeplatz samt Strom (ohne Wasser) ist Santa Eulalia die wohl preisgünstigste Option auf Ibiza, wie wir im späteren Verlauf unserer Reise lernen sollen. Wir legen uns um 20:30 an Mooringleinen achtern an den Steg, atmen erst einmal tief durch, danken Rasmus dafür, dass er uns sicher durch den Kanal von Mallorca gebracht hat und geniessen die letzten Sonnenstrahlen des Tages, dicht gefolgt von einer selbst gemachten Gemüsepfanne und einer Flasche Weißwein. Wir sind müde und erschöpft, fühlen uns zugleich aber auch glücklich und entspannt, da die große Überfahrt eine spannende Reise – wenn auch ohne Delphine – war.

 

Dienstag, der 29.5.2018 – von Santa Eularia über Cala Llonga nach Talamanca

Der nächste Tag bricht für mich früh an, da ich bereits um 6:30 nicht mehr schlafen kann. Viel zu früh am Morgen stehe ich auf und gehe ins Cockpit, um die ersten Sonnenstrahlen zu geniessen. Statt eben genau diese Sonnenstrahlen abzubekommen, sehe ich graue Wolken und friere ein wenig in meinem T-Shirt. Ich gehe zurück in die Pantry und beginne damit einen Kaffee aufzusetzen und mir zeitgleich die Zähne zu putzen. Nach erfolgter Zahnreinigung schalte ich den Herd wieder ab und lege mich noch einmal ins Bett. Sandra wird bei meiner Aktion immer wieder wach, aber schläft auch genau so schnell wieder ein. Um 9 Uhr wache ich wieder auf und starte erneut einen Versuch einen Kaffee zu kochen. Dieser gelingt mir auch. Ich brutzele uns ein “Omelette Spezial”, was so etwas wie ein Omelette hinsichtlich der Inhalte ist, aber die Konsistenz eines Rührei hat, damit man die Masse besser auf zwei Teller verteilen kann. Wir frühstücken in Ruhe im Cockpit. Im Pullover. Es ist noch nicht so richtig so warm, wie wir es uns vorgestellt haben und dieser graue Himmel ist auch nur fast so wie Ibiza. Gegen 12:30 verlassen wir den Liegeplatz, halten noch einmal an der Tankstelle, um den Chip, den man zum Zugang zu den sanitären Anlagen erhält wieder abzugeben, um dann in Richtung Cala Llonga zu fahren, welche wir um 13:30 erreichen. Dort ankern wir und springen zum ersten Mal ins Wasser. Dieses ist extrem trübe, aber hat durchaus eine Temperatur, die es angenehm zum Baden macht. Die Sonne kommt nun auch endlich heraus, sodass wir es uns auf der Badeplattform der Yacht gemütlich machen und immer mal wieder eine kleine Abkühlung geniessen. Streng genommen ist es eine Abwechslung von Corona trinken und Sprung ins Wasser. Begleitet vom “We’re going to Ibiza” von den Vengaboys. Gegen 17:30 machen wir uns auf, um in die Bucht von Talamanca zu fahren, da wir dort ankern wollen, um abends im Fish-Shack – oder auch dem kleinen Fischrestaurant ohne Namen auf der Klippe – etwas zu essen.

Wir ankern und duschen auf dem Boot. Danach lassen wir das Dinghi zu Wasser und statten es mit dem Motor aus. Sicherheitshalber packen wir die Paddel ins Dinghi. An den um uns liegenden Booten fahren wir bei Anbruch der Dunkelheit vorbei und landen an dem Betonsteg, der vor dem Restaurant Sa Punta ist, an. Wir ziehen das Dinghi aus dem Wasser und legen es an Land. Danach machen wir uns auf den Weg zum nahe gelegenen Fischrestaurant – the Fish Shack, oder das Restaurant ohne Namen.

Es gibt Thunfisch und Dorade als Fang des Tages. Das Restaurant wird von Jahr zu Jahr größer. Das ist schön. Unschön ist allerdings, dass ich das Gefühl habe, dass auch von Jahr zu Jahr die Preise steigen. Je Fisch möchte der gute Mann 25 Euro haben. Dazu noch etwas Alioli mit Brot, Wasser und Bier und man ist zu zweit schnell bei 70 Euro.

Es wird ganz schön kalt im Fish Shack, da das Restaurant genau an der Klippe liegt und der Wind direkt in die provisorisch eingerichtete zeltartige Unterkunft hinein pfeift. Nach unserem Mahl verabschieden wir uns und gehen noch ins nebenan gelegene Sa Punta. Dort gibt es heute zwei Cocktails zum Preis für zwei teure Cocktails. Also wie jeden Abend. Wir freuen uns darüber, dass die obere Etage mit Heizstrahlern ausgestattet ist und bestellen köstliche Kaltgetränke. Umgeben sind wir von Paaren und Familien mit Kindern. Die Atmosphäre ist als „pretty cozy“ zu bezeichnen, da überall fette Kissen umher liegen, die Beleuchtung irgendwas zwischen gedämmten rosa und orange leuchtet und der DJ entspannte House Musik spielt. Die Bedienung ist sehr nett, schnell und zuvorkommend. Nach zwei sehr leckeren Cocktails verlassen wir das Sa Punta, um wieder mit unserem Dinghi in die Bucht von Talamanca zu fahren, sodass wir kurze Zeit später wieder an der Tesoro ankommen.

Ich habe dem Wetterbericht nicht genügend Beachtung geschenkt, sodass der Wind die ergänze Nacht über direkt in die Bucht blies und wir somit hin und her geschüttelt werden. Das Ganze zwar moderat, aber dennoch latent nervig. Für Morgens um 4 habe ich infolge geistiger Umnachtung vor einer Woche noch eine Telefonkonferenz mit Australien vereinbart, sodass mich der Wecker um 3:50 aus dem Bett klingelt. Ich stehe auf, gehe ins Cockpit, telefoniere für eine Stunde mit meinen Arbeitskollegen aus Australien und gehe wieder ins Bett.

Mittwoch, der 30.5.2018 – von Talamanca nach Formentera

Am Morgen wackelt es immer noch ein wenig, jedoch ist der Wind mit ca. BFT3 überschaubar gross. Wir frühstücken im Cockpit und entscheiden uns rüber nach Formentera zu fahren. Von den nebenan gelegenen Fähren und Kreuzfahrtschiffen ziehen uns die Abgase um die Nasen, daher ist Talamanca ohnehin nicht einer der Besten Orte, um einen schönen Tag zu verbringen.

Um 12:30 geht es dann endlich los in Richtung Formentera. Da der Wind günstig steht, können wir mehr oder weniger direkt die Segel hissen und in Richtung Cala Pujols fahren. Drei Stunden später kommen wir dort dann auch an. Auf dem Weg dorthin sehen wir die weissen Sandstrände der langen Zunge von Formentera, vor der eine Menge Boote ankern. Auf der Ostseite der Insel, ist der Stress mit Posidonia überschaubar groß. Die Strände sind nahezu ausschließlich weiss und bieten somit einen perfekten Ankergrund. Nachdem wir an einer Superyacht vorbei fuhren, ankern wir direkt in Cala Pujols und geniessen das Wetter und eine Erfrischung im Meer. Zwei Stunden später fahren wir wieder etwas nördlich an den Playa de Llevant und ankern dort bei westlichen Winden an der östlichen Seite der Insel. Trotz BFT4 ist das Wasser extrem ruhig, da sich keine Welle direkt am Strand aufbauen kann. Mir gefällt das sehr gut, da ich ein wenig Panik davor hatte bei diesen Winden auf mehr oder weniger ungeschützter Fläche zu ankern. Der Wind kommt allerdings perfekt aus Westen, was sich laut Wettervorhersage auch nicht über Nacht ändern soll. Wir stehen mit dem Boot quasi direkt vor dem Beach Restaurant Tanga, welches allerdings schon geschlossen hat. Sandra bekam von einem Freund den Tipp, dass auf der gegenüber liegenden Seite der Insel das Restaurant Es Mali de Sal  sein soll, welches für seine Qualität bekannt sei. Ich habe noch eine Telefonkonferenz mit meinem Team, welche nach einer Stunde aber auch schon wieder vorbei ist.

Wir machen somit das Dinghi, welches mittlerweile den Namen Champ trägt, klar und ziehen uns um für einen Restaurant-Besuch. Übrigens haben wir den Plotter der Navigationseinheit bzw. den Autopiloten nach dem Namen des Katers von Sandra mit dem Namen Mex benannt, da dieser Kater blind ist. Wir fahren mit Champ (der wilde) in Richtung Strand und ich denke an meine letzte Erfahrung einer Dinghi-Strandfahrt, bei der ich mitsamt der Crew aufgrund einer extrem steilen Strandkante, an der sich die Wellen aufbäumten, kenterte. Wir kommen dieses Mal unbeschadet an Land, allerdings werde ich bis zu den Oberschenkeln nass. Da ich damit mehr oder weniger rechnete, habe ich mir eine Ersatz-Hose mitgenommen. Von nun an weiss ich, dass ich einfach immer Zweitsachen mitnehme, wenn es darum geht an einem Stand anzulanden. Es ist einfach unmöglich bei einigermaßen normaler Welle an einen Sandstrand trocken anzukommen. Wir ziehen das Dinghi an den Strand, machen alles fest und gehen – dem Sonnenuntergang entgegen – in Richtung Restaurant. Natürlich habe ich auf dem Weg zum Restaurant eine Menge Panikattacken. War ist wohl, wenn das Boot weg ist? Oder das Dinghi? Oder der Motor und die Paddel des Dinghis? Oder keine Luft mehr im Dinghi ist? Oder der Anker der Tesoro nicht hält? Sandra redet auf mich wie auf einen toten Gaul ein. Diese unbeschwerte Art von ihr mag ich sehr. Ich versuche alle Emotionen der Angst & Panik zu unterdrücken und gegen die tolle Atmosphäre zu tauschen. Wir gehen weiter und kommen gefühlt 20 Minuten später am Restaurant an. Mein mulmiges Gefühl bleibt natürlich.

Wer eine Nacht auf oder an Formentera verbringt, muss ein Abendessen in diesem Restaurant auf jeden Fall mitnehmen! Der Anblick des Sonnenuntergangs ist phänomenal. Ebenso das Essen und die Getränke. Wir bestellen uns jeweils einen Aperol Spritz und beobachten das bunte Treiben auf der Terrasse des Restaurants, auf der jemand mit einer Drohne hantiert. Bei BFT4 hätte ich es mich nicht getraut, jedoch steht seine MAVIC Drohne ziemlich fest in der Luft. Die Kommentare von Sandra über meine Angst die Drohne bei Wind steigen zu lassen warteten nich lange auf sich. Ich freue mich darüber, dass ich sehe, wie ein anderer beweisen kann, dass die Drohne stand hält und freue mich auf den nächsten Einsatz bei Wind. Wir bestellen eine Paella und beobachten einen armen Skipper, der auf seinem Dinghis vor dem Restaurant – natürlich bereits im Wasser – versucht seinen Außenborder anzuschalten. Wie ein Wahnsinniger zieht er erfolglos am Starter. Wir sind nun ja auf der westlichen Seite der Insel und sehen somit einen heftigen Seegang.

So wie es aussieht muss der Gute erst noch zum Steg, um dort Passagiere an Bord zu holen, damit er mit diesen zurück zum Boot fahren bzw. paddeln kann. Der Motor springt nicht an. Die Sonne kommt der Wasserkante immer näher. Er paddelt. Die Sonne erreicht die Wasserkante und im Restaurant spielen sie “Time to say goodbye”. Wir beobachten Sonne und Dinghi-Paddler zugleich. Mittlerweile hat er die zwei Gäste an Bord. Bei der Geschwindigkeit, die die Gruppe macht, würde es mindestens noch 30 Minuten dauern, bis sie zu einem der nahe gelegenen Boote kommen. Die Sonne versinkt. Das Lied neigte sich dem Ende zu. Draußen paddeln sie weiter. Als dann im Restaurant das Licht angeht, verlieren wir die Dinghi-Crew aus den Augen und hoffen das Beste für die Crew. Zum Dessert gibt es ein Schoko-Desaster, welches extrem lecker und kalorienreich ist. Wir zahlen und machen uns in der Dunkelheit auf den Weg zum Boot. Als wir auf der Hauptstraße ankommen, sprechen uns zwei Passanten an und fragen, wie man wohl an ein Taxi kommen könnte, woraufhin wir auf den nahegelegenen Taxistand verweisen. Sie fragen noch, wo denn unser Gefährt stehen würde. Wir verwiesen auf die leuchtende Mastspitze auf der anderen Seite der Insel, grinsen und gehen los. Verdammte Bootsfahrer.

Am Dinghi angekommen wird mir wieder Angst und Bange. In der Dunkelheit wirken diese kleinen Wellen alles andere als klein. Ich packe meine Hose in die wasserdichte Tasche, Sandra ins Dinghi und meinen ganzen Mut zusammen. Als es für einen Bruchteil einer Sekunde so aussieht, dass die Wellen kurz nachlassen würden, schiebe ich mit aller Kraft das Dinghi ins Wasser, starte blitzschnell den Motor und gebe Vollgas. In der Dunkelheit verliere ist kurz die Orientierung und sehe noch eben die gezogene Leine des Schwimmbereichs vorne am Dinghi vorbei ziehen, sodass ich mit voller Kraft den Motor aus dem Wasser ziehe. Nochmal Glück gehabt. Die Wellen lassen uns weitestgehend in Ruhe, sodass wir unbeschadet an der Tesoro ankommen. Was für ein Abenteuer. Wir leinen Champ an die Yacht an und gehen über die Badeplattform an Bord. Champ bleibt samt Motor im Wasser. Wir haben noch Zeit und Lust auf einen lauschigen Schluck Wein und geniessen die ruhige See. Es ist unglaublich schön. Obwohl der Wind mit guten 4BFT um uns herum saust, dieser aber von der anderen Seite von Formentera kommt und somit aus unserer Sicht ablandig war, stand die Yacht kerzengerade und da es so gut wie keine Wellen gibt, auch extrem ruhig. Wir gehen in unser Bett und schlafen relativ schnell ein. Über Nacht bleibt der Ankerwarner leise.

Donnerstag, der 31. Mai 2018 – von Formentera über Las Salinas in den Hafen von Ibiza

Ich wache auf und höre das Meer. Es scheint noch früh zu sein. Ich schaue bewusst nicht auf die Uhr. Wozu auch. Ich richte mich auf und nehme langsam und behutsam die Bettdecke von mir, ohne Sandra aufzuwecken. Die Augen fühlen sich ein wenig verklebt an, daher reibe ich etwas auf ihnen herum. Ich strecke meinen Oberkörper, ohne die Arme auszufahren was aufgrund des begrenzten Platzes eh nicht gegangen wäre. Ich drehe mich und schaue aus der vorderen Kabine in den Salon. Es rauscht um uns herum. Die Sonne erhellt den Innenraum der Teroso. Langsam winde ich mich aus dem Bett. Behutsam, ohne Sandra zu wecken. Drehe den unteren Teil meines Körpers langsam, bis die Beine über das Kopfteil hinaus ragen und langsam den Boden berühren. Ich stelle mich hin und gehe in den Salon. Dann steige ich die Stufen langsam hoch ins Cockpit. Vor mir eröffnet sich ein Bild, wie es nur die liebe Gott malen konnte. Ich lächele und freue mich. Ohne stehen zu bleiben gehe ich direkt von der Treppe weiter ein paar Schritte in Richtung Badeplattform, werde schneller und setze zu einem Sprung an. Ich springe. Ich erlebe, wie Sekundenbruchteile zu einem Dauererlebnis werden. Fliege hoch, platsche dann mit voller Wucht ins Wasser und sinke hinab. Es sprudelt um mich herum. Ich öffne die Augen und sehe in diesem türkisfarbenen Wasser alle möglichen Fische um mich herum. Langsam steige ich wieder an die Wasseroberfläche. Es sprudelt immer noch. Ich komme hoch. An der Wasseroberfläche angekommen fühle ich die Wärme der Sonne im Gesicht. Ich fühle mich wunderbar, schwimme etwas hin und her und steige dann über die Leiter auf die Badeplattform. Dort angekommen lege ich mich erst einmal hin und lasse mich von der Sonne küssen und zugleich trocknen. Es soll ein wundervoller Tag werden.

Nachdem ich wieder trocken bin, setze ich einen Kaffee auf und beginne damit die tägliche Ration Omelett Spezial zuzubereiten. Sandra wacht auf und bereitet den Frühstückstisch im Cockpit vor. Wir frühstücken und erfreuen uns an diesem tollen Morgen. Es fühlt sich so an, wie es einem in diesen Karibik-Feeling-Filmen verkauft wird. Nur in Echt. Ich kann dieses Gefühl zwar nicht festhalten, aber immer wieder abrufen. Diese Wärme, das türkisfarbene Wasser, die Fische um uns herum, diese leichte Brise und diese wunderbare Sonne. Das Ganze bei gefühlt warmen 26°C.

Noch im Vormittag lichten wir den Anker, setzen Segel und segeln in Richtung Ibiza. Die Tesoro läuft gut. Wir schalten Mex, den Autopiloten ein und gehen an den Bug des Schiffes. Wir hören nichts als die See, die gegen das Boot platscht. Diese unglaubliche Ruhe in Kombination mit Sonne, Fahrtwind und der Gewissheit, dass nichts und niemand hier stören kann ist eine überwältigende Kombination. Wir legen uns hin, öffnen eine kleine San Miguel und schliessen für ein paar Sekunden die Augen. Immer wieder platschen ein paar kleine Spritzer einer Welle auf unsere Haut und kühlen uns damit ein wenig ab. Fähren, Segelboote und Motoryachten fahren an uns vorbei. Für die Vorsaison ist schon jetzt eine Menge los. Es ist eintraumhafter, wenn nicht gar magischer Ort. Der weisse Sand des Strandes von Formentera liegt an unserer Backbordseite. Wir segeln Kurs 0°, da wir an Es Penjats (korrigiert dank Mark) vorbei wollen, um dann Richtung Westen nach Las Salinas auf Ibiza wollen. Wir überlegen mehrfach, ob wir nicht nördlich an Es Penjats (korrigiert dank Mark) vorbei fahren wollen, und den kleinen Pfad “Freu Petit” nehmen sollen, entscheiden uns dann aber für den sicheren Weg südlich von Es Penjats (korrigiert dank Mark) vorbei, welcher entsprechend ausgetonnt ist. Das dauert zwar länger, aber wir können eine Grundberührung ausschliessen. Mehr über “Freu Petit” an anderer Stelle.

Wir segeln auf den Strandabschnitt mit dem wunderbaren Namen Las Salinas zu. Dieser wunderbaren Landzunge mit Standbars wie Jockey Club, das Malibu, Beso Beach und Sa Trinxa. Dort angekommen sehen wir neben den Strandbars und einer Menge Menschen auch eine Menge Boote, die auf sandigem Meeresgrund ankern. Neben diesen Booten sehen wir vor allem eines nicht. Weiteren sandigen Meeresgrund für unseren Anker. Las Salinas hat eine Menge Posidonia vor dem Strand, daher sieht es an diesem Strand auch immer so aus, als wären eine Menge alter Algen angespült worden. Insbesondere, wenn der Wind eher aus südwestlichen Richtungen kommt. Also so, wie es so gut wie immer ist. Mehr über Posidonia im Übrigen in einem gesonderten Post.

Wir schippern um die Boote herum und finden einen, wie wir finden passenden Platz. Es ist ziemlich eng und die Skipper um uns herum rümpfen etwas die Nase. Ich drehe in den Wind, Sandra wirft den Anker aus und ich setze, nachdem genug Kette hinausgelegt war, zur Rückwärtsfahrt an. Der Anker hält und die finale Position scheint nicht so schlecht. Wie bei jedem Ankern habe ich das Gefühl, dass wir an fast jeder Seite zu nah an den anderen Booten sind, jedoch ist der “Parkplatz” hier nun mal ziemlich eng. Wie immer macht mir Sandra insofern Mut und sagt, dass schon nichts passieren wird, während mir die ganzen Bilder von ineinander gekrachten Yachten aus Facebook vor den Augen tanzen (Notiz an mich selbst: Diese Gruppen de-abonnieren).

Da sind wir nun. Las Salinas. Wir holen eine kleine Coronita aus dem Kühlschrank und geniessen das Wetter, den Blick, das türkisfarbene Wasser, die Ruhe und Gelassenheit des Tages. Ich beobachte einen Skipper, der gerade dabei ist, seinen Außenborder zu beschimpfen, da dieser offensichtlich nicht anspringen will. Mit meinem gebrochenen Spanisch (Notiz an mich selbst: endlich Spanisch lernen!!! Und noch ein!) versuche ich ihn zu fragen, ob er Hilfe benötigen würde. Er lehnt ab und erklärt, dass sein Kumpel drei Boote weiter ihm gleich Sprit bringen würde.

Also lassen wir Champ zu Wasser und basteln meinen heiss geliebten Außenborder ans Dinghi. Sicherheitshalber packen wir auch die Paddel ein. In den wasserdichten Sack packen wir noch zwei Corona, zwei Handtücher, Geld, Telefone und natürlich Sonnencreme. Gefühlt eine Stunde später kommen wir dann auch endlich los. Vollgas. Auf dem Weg begegnen wir einer Crew im Dinghi, bei der der Skipper paddelt. Außenborder ausgefallen (Notiz an mich selbst: Sollte ich nicht in leichten, zugleich Leistungsstarken und immer funktionierenden Außenbordern machen?!).

Ich frage, ob wir deren Dinghi mit an Land ziehen sollen. Er winkt ab, wohl aus Angst, dass ich 50% seines Dinghis dann mein Eigen nennen könnte. Also weiter. Kurz vor dem Strand fahren wir durch eine kleine Menge abgestorbener Posidonia und kommen direkt vor dem Jockey Club an. Champ ziehen wir an Land, nehmen den Unterbrecherschnupbsi mit und gehen in den Jockey Club.

Ich war noch nie vorher im Jockey Club und bin sofort begeistert, sodass sich alle Haare auf den Armen hoch stellen. Die Musik ist genau richtig. Der Sound der Funktion-One Lautsprecher ist überragend. Die Menschen wuseln sich zwischen den Tischen, die teils verrückt anmutenden Bedienungen lächeln und tanzen um die Tische. Die Sonne scheint durch das geöffnete Dach. Von dort aus kann man perfekt das Treiben am Strand beobachten. Der perfekte Ort an diesem Tag, um einen kleinen Snack zu essen. Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen und ich gehe kurz ums Eck. Als ich wiederkomme, hat Sandra bereits fürs Wesentliche gesorgt. Wir stoßen an und geniessen die Umgebung. Danach suchen wir uns etwas zu essen aus und bestellen. Wir bleiben noch etwas länger, da es uns hier sehr gut gefällt. Außerdem macht es sehr viel Spaß die Gruppen zu beobachten, die sich bedienen lassen und offensichtlich ebenfalls den Charme dieses Etablissements geniessen.

Wir zahlen und gehen wieder in Richtung Champ, da wir noch nach Eivissa wollen. Sandra setzt sich direkt ins Dinghi, während ich sie ins Wasser ziehe. An geeigneter Stelle springe ich ebenfalls ins Boot, starte den Motor und fahre los. Weiter hinten sehen wir eine große Motoryacht ankommen, die gerade versucht einen passenden Ankeruntergrund zu finden. Nachdem wir zurück an der Teroso sind, laden wir Champ an Bord und zurren ihn fest. Wir klappen die Badeplattform hoch, starten den Motor, holen den Anker ein und fahren raus aus der kleinen Bucht in Richtung S’Espalmador.

Da wir dieses Mal keine Lust haben wieder um S’Espalmador herum zu fahren, entscheiden wir uns dazu die kleine Schneise genannt “Petit Freu” zu nehmen. Laut Seekarte liegt die Wassertiefe bei 4 Metern. Die Teroso hat angeblich einen Tiefgang von 1,80m, sodass alles passen sollte, aber woher soll ich wissen, ob da nicht doch ein paar Steine liegen, oder nicht doch etwas Sand vertrieben wurde. Wir wagen es trotz aller Gefahren und nähern uns Petit Freu. Ich kuppele aus. Wir besprechen die Situation und entschliessen uns hier nun durch zu fahren, da wir wahrscheinlich ohnehin noch ein paar Mal hin und her fahren würden und nicht immer um S’Espalmador herum fahren wollen. Sandra geht noch vorne, um zu schauen, ob es irgendwelche auffälligen Steine gibt. Ich kuppele wieder ein und fahre mit Standgas in die kleine Schneise. Das Lot zeigt 2m, da es so eingestellt ist, dass es die Tiefe unter dem Kiel anzeigt. Wir fahren hindurch. Für ein paar Sekunden zeit das Lot 1,7m an, geht dann aber wieder auf 2 bis 3 Meter. Petit Freu ist extrem spannend anzusehen, da es direkt neben dem Felsen S’Espalmador liegt. Somit hat man den Felsen zur Seite, Türkises Wasser, Sand unter einem und eben sehr flaches Wasser. Wir sind durch den Kanal durch und ich beschleunige wieder etwas. Auf der Online-Karte von Navionics hinterlasse ich noch schnell einen Eintrag, um die Tiefe zu bestätigen.

Wir fahren in Richtung Eivissa. Langsam legen wir die Fender aus und und machen unsere Festmacher klar. Sandra holt den Marinaführer von Martin Muth, damit wir uns orientieren können. Durch vorherige Einfahrten kenne ich die Marina Nueve Ibiza ganz gut, also funken wir diese als erste an. Parallel hören wir einen offensichtlich deutschen Skipper mit Club Nautico funken. Nach Anmeldung verkündet uns Nueve Ibiza, dass sie voll seien. Ich frage per Funk bei dem anderen Skipper, wo er denn nun unter kommt und er sagt, dass er den letzten Platz im Club Nautico bekommen hat. Also versuche ich es mal bei Marina Ibiza. Ich habe Glück, da ich dort sofort einen Liegeplatz zugewiesen bekomme. Wir fahren am Lio und Cappuchino vorbei, um unseren Platz im hinteren Bereich zu bekommen. Wir haben einen Liegeplatz neben einem Motorboot, dessen Bordwand ungefähr einem Meter über unserer Reling ragt, daher packen wir mal viele Fender nach Steuerbord und hängen sie so hoch es geht auf. Als Stromanschluss gibt es genau eine 63A Dose, die ich aber erst einmal übersehen habe und daher dem Marinero sagte, dass wir keine weitere Hilfe mehr benötigen würden. Weit gefehlt.

Ab ins Marina-Büro

Ich gehe erst einmal ins Büro, um zu bezahlen. Die Dame am Counter nimmt alle Informationen auf und bittet mich um 120,- € für die Nacht. Ich schlucke, werde wohl rot, aber habe wohl keine andere Wahl, als meine Karte in das Lesegerät zu stecken. Ich bitte noch im eine Karte für die Dusche, wie auch darum, dass der Marinero einen Adapter für den Stromanschluss vorbei bringt. Ich bin so etwas wie stink-en-sau-er. 120 Tacken sind ziemlich viel für einen Parkplatz im Wasser. Zugegeben, bei der Marina auf Ibiza, die in diesem Jahr gemäß STERN und BILD als teuerste Marina Europas eingestuft wurde, habe ich nun keinen kleinen Euro erwartet, aber der Kurs hat mich aus den Socken gehauen. Vorbei an Cappuccino, Lio, teuren Yachten und teuren Boutiquen gehe ich zurück zum Schiff. Sandra hat schon mal alles klar gemacht und sich für die Dusche vorbereitet. Ich gebe Ihr die Karte. Nachdem sie weg ist, drehe ich die Musik laut und befreie das Boot von der Salzkruste der letzten Tage mit viel Wasser und Schrubber.

Als Sandra wiederkommt, bin ich fast fertig. Ich fülle noch kurz die Wassertanks wieder auf. Währenddessen taucht auch endlich der Marinero auf und übergibt mir den Stromadapter, für den er noch einmal 100 Euro Kaution haben möchte. Ein Schnäppchen, welches zur Schnappatmung aufruft.

Nachdem ich mich noch einmal aufgeregt habe und die Wassertanks auch endlich gefüllt sind, gehe ich unter Deck, um meine Duschtasche zu packen. Sodann laufe ich in Richtung Duschen, welche sauber und komfortabel ausgestattet sind. Fließendes Dauerwasser kann dann doch mal sehr schön sein. Nachdem ich fertig bin, gehe ich wieder zurück zum Schiff, wo mich Sandra dankenswerterweise bereits mit einer Coronita begrüßt. So kann der Abend beginnen.

Unsere Freunde Peter und Gina sind im Laufe des Tages ebenfalls auf Ibiza gelandet und haben sich im Nachmittag mit uns für den Abend verabredet. Wir lotsen die beiden zu unserem Boot, zeigen kurz unser frisch gereinigtes Prachtstück und machen uns dann vom Steg auf in die Stadt von Eivissa. Es ist ein herrlich warmer Abend, daher macht uns der Weg herzlich wenig aus. Uns begegnet ein Pärchen, welches nach dem Weg zum Leuchtturm fragt, den wir ihnen dann auch zeigen.

Wir bleiben im Bereich des Hafens, an dem man – gegenüber unserer Yacht – an jeder Menge Bars halt machen kann und entscheiden uns final für das Number 5 Ibiza. Vorher schauen wir uns noch ein paar der riesigen Yachten an, welche im Hafenbecken liegen.

Wir bestellen eine große Sangria und für die Damen eine Shisha. Nachdem die Sangria ausgetrunken ist, bestellen wir noch eine Runde Caipis, weil es mal wieder zu lecker war. Der Abend war in diesem Laden richtig schön und wir gehen wieder langsam zurück zum Boot. Peter und Gina fahren zurück zu ihrem Hotel nach Santa Eulalia, Sandra und ich gehen langsam ins Bett.

Hier geht es zum zweiten Teil des Törnbericht.

 

 

Raymarine Windfahne Belegung der Kabel

Die Kabelbelegung der Raymarine Windfahne E22078, bzw. Masteinheit mit Arm, bzw. die Belegung der Farben der innen liegenden Kabel zu den Pin Belegungen am Stecker-Sockel bleiben nach Durchsicht aller möglicher Raymarine Handbücher ein Rätsel.

Also habe ich mich heute mit einem Prüfgerät und einem neuen Kabel bewaffnet, um die Pin Belegung zu überprüfen.

Wer also mal ein Problem it der Funktion seiner Masteinheit hat, kann mit einem Durchgangsprüfer, bzw. Widerstandsprüfer / Multimessgerät mal die Belegung der Pins im Stecker-Sockel mit den Kabelenden prüfen.

Ich möchte betonen, dass man mit den Messeinheiten eines Baumarkt-Multimeter nicht in die Pin-Löcher (Pinholes) des Sockels kommt. Ich musste erst mit einem DREMEL die Stecker meines Messgerätes abfeilen, damit ich einen Kontakt mit den Löchern herstellen konnte.

Ich bezeichne 1-5 im Uhrzeigersinn mit Sicht auf den Sockel:

1 schwarz

2 rot

3 grün

4 blau

5 gelb

Nach Vergleich mit dem Manual von Raymarine zur Beschreibugn der Anschlüsse, findet sich diese Reihenfolge auch wieder.

1. Red Wind V+

2. Screen Wind 0V (shield)

3. Green Sine wind direction

4. Blue Cosine wind direction

5. Yellow Anemometer (signal)

Eine komplett neue Masteinheit samt 30m Kabel gibt es bei Busse Yachtshop hier.

Das reine Kabel mit Sockel gibt es hier.

Vielleicht hilft dieser Blog post jemandem.

 

Yachtcharter Kosten

Ich habe in den letzten Jahren immer mal wieder Quittungen von allem Möglichen aufbewahrt, um mir selbst und meinen künftigen Mitseglern einen Überblick über die möglichen Yachtcharter Kosten eines Törn noch vor Planung einer Reise zu geben, da ich natürlich bei Planungen immer wieder mit der Frage konfrontiert werde, was denn nun der geplante Törn kosten soll.

Natürlich sind den Kosten nach oben hin keine Grenzen gesetzt, jedoch stößt man hinsichtlich der Sparmaßnahmen an irgend einer Stelle an seine Grenzen. Zu aller Erst stellt sich die Frage der Anzahl der Mitreisenden. In der Regel plane ich einen Törn mit vier bis sechs Personen. Da ich mir sehr ungerne bei meiner Größe von 1.86m den Kopf stoße, verreise ich gerne mit einer Yacht, die größer als 40 Fuß ist.

Da ich so gut wie nie  zur absoluten Hauptsaison einen Yachtcharter plane, rechne ich für die Yacht mit Kosten zwischen 3.500,- € (40 Fuß) und 5.000,- € (50 Fuß) pro Woche. Hinzu kommen die üblichen Extras.Hierzu zählen

  • Endreinigung, die in der Regel mit 150,- € zu Buche schlägt,
  • Außenborder, der warum auch immer mit 100,- € je Woche extra berechnet wird (ich finde, dass der Außenborder obligatorisch sein sollte)
  • Gasflasche, die manchmal mit 20,- € berechnet wird
  • Bettwäsche pro Person 20,- €
  • Spritverbrauch pro Woche, welchen ich mit ca 100,- € ansetze, der allerdings je nach Wind extrem variieren kann

Dann haben wir die Hafengebühren, die je nach Ort auch massiv unterschiedlich sein können. Auf en Balearen, wie in Kroatien finde ich allerdings, dass sich die Gebühren nicht so viel tun. Wenn man im Durchschnitt mit 100,- € für 40-45 Fuß annimmt, ist man ziemlich sicher. Ich schaue auch gerne mal bei Noonsite vorbei, da dort immer mal wieder Skipper Informationen über aktuelle Kosten eintragen. Gerade der Hafen von Formentera ist für eine Kosten berüchtigt, jedoch habe ich auch dort bislang noch keine böse Überraschung erlebt. Ich plane in der Regel je Woche mit drei Übernachtungen in Häfen, die nicht der Heimathafen sind, da der Heimathafen ohnehin in den Kosten der Yacht beinhaltet ist. Natürlich sind auch diese Kosten variabel.

Die Kosten der Yacht variieren erheblich in den Segelgebieten. In Holland kann man in der Vorsaison im Bereich Mai bis Anfang Juni die Yacht im Yachtcharter für 1.500,- € bekommen. Ich chartere extrem gerne by Enjoy Sailing in Lemmer am Ijsselmeer oder im Zeeland.

Yachtcharter Kosten

4 Personen auf 41 Fuss

3 Kabinen / 2 Nasszellen

Beschreibung Kosten
Yacht 3300 €
Blister 100 €
Außenborder 150 €
Wäsche für 4 Personen 80 €
Endreinigung 150 €
Sprit 100 €
Hafengebühren 300 €
TOTAL 4080 €
Pro Person 1020 €

4 Personen auf 46 Fuss

4 Kabinen / 2 Nasszellen

Beschreibung Kosten
Yacht 4000 €
Blister 100 €
Außenborder 150 €
Wäsche für 4 Personen 80 €
Endreinigung 150 €
Sprit 100 €
Hafengebühren 300 €
TOTAL 4880 €
Pro Person 1220 €

6 Personen auf 50 Fuss

3 Kabinen / 3 Nasszellen

Beschreibung Kosten
Yacht 5000 €
Blister 100 €
Außenborder 150 €
Wäsche für 6 Personen 100 €
Endreinigung 150 €
Sprit 100 €
Hafengebühren 300 €
TOTAL 5920 €
Pro Person 986,67 €

Yachtcharter Nebenkosten

Neben den Kosten der Yacht kommen primär die Kosten der Verpflegung, wie natürlich auch die Kosten der An- und Abreise hinzu.

  • Flugkosten für Hin- und Rückflüge in Richtung Mittelmeer ca. 250,- € pro Person
  • Verpflegung an Bord je Woche und Person ca. 150,- €
  • Auswärts Essen gehen, Taxi. etc. je Woche und Person ca. 100,- €

Somit sind es pro Person noch einmal ca 500,- €.

Ich denke, dass man bei einem Wochencharter mit Kosten pro Person um die 1.500,- € rechnen kann, wenn man in einer geräumigen Yacht unterwegs ist, genug Platz haben möchte und sich darüber hinaus das ein oder andere Kaltgetränk gönnen möchte.

 

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