Törnbericht Mallorca Ibiza 2018 Teil 2

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Törnbericht Mallorca Ibiza 2018 Teil 2

Dieser zweite Teil des Törnberichts führt unsere Reise von Mallorca nach Ibiza und Formentera fort, bzw. beschreibe ich in diesem Post die zweite Woche und somit die Rückreise von Ibiza nach Mallorca. Die erste Hälfte vom Törnbericht habe ich in diesem Post beschrieben. Das Ganze ist vielleicht ein wenig lang geworden, jedoch sind zum einen die Erinnerungen so intensiv und wunderschön, dass ich sie auf jeden Fall aufschreiben muss und zum zweiten möchte ich gerne unsere Erlebnisse teilen, um ein paar Tipps zu hinterlassen.

Freitag, der 1. Juni 2018 – Von Eivissa über Las Salinas nach Cala Yondal

Am nächsten Morgen wollen wir neue Lebensmittel kaufen. Tatsächlich haben wir keine Ahnung, wo sich wollte nächste Supermarkt befinden könnte. Also öffnen wir Google Maps auf dem iPhone und geben „Supermarkt“ in das Suchfeld ein. Der nächste Supermarkt soll laut Google Maps circa 1,2 km von unserem Liegeplatz entfernt sein. Wir überlegen und tippen das gleiche in Apple Karten ein. Mit gleichem Ergebnis. Tatsächlich haben wir letztlich keine andere Wahl, als zu diesem Supermarkt zu gehen. Im Zeifel würden wir einfach ein Taxi rufen, welches uns wieder zum Bot bringen würde. Es ist ziemlich heiß. Hinzu kommt, das Sandra keine Flüssigkeit für Kontaktlinsen hat und somit erstmal ohne Kontaktlinsen mit mir geht. Also halten wir auch Ausschau nach einer Apotheke. Ich zumindest, da Sandra ja nichts sieht. Auf dem Weg zum großen in Eroski Supermarkt, begegnet uns ein kleiner Mini Markt. Da wir nicht unbedingt viele frische Lebensmittel brauchen, sondern vielmehr auf Wasser, Milch, Eier, Käse, Ein paar Knabbereien und vielleicht noch etwas Limonade und Bier aus sind und uns viel zu heiß ist, um noch bis zum Eroski zu laufen, kaufen wir einfach unsere nötigen Lebensmittel einfach hier.

Natürlich sind die Preise hier etwas höher als in einem gewöhnlichen Supermarkt, so dass auch dieser Einkauf mal eben wieder mit 80 € Euro zu Buche schlägt. Auf dem Rückweg kommen wir, nachdem Sandra schon zwei Mal eine Bordsteinkante übersehen hat, an einer Apotheke vorbei, in der Sandra nach Kontaktlinsenflüssigkeit fragt. Der Apotheker hat keine. Ich suche in meinem Kopf angestrengt nach Alternativen, allerdings fallen mir auf die Schnelle nicht zu viel ein. Genau genommen keine. Irgendwie möchte ich auch wieder aufs Wasser, allerdings wäre es schon schön gewesen, wenn Sandra etwas sehen könnte. Sandra sagt, dass das nicht so schlimm sei und dass im Zweifel auch ohne auskommen wird. Wir beschließen also, die Kontaktlinsenflüssigkeit in Ibiza Stadt zu kaufen, wenn wir dort sind und gehen wieder zurück zum Boot. In der Marina angekommen, stellen wir fest, dass es auch in der Marina einen kleinen Supermarkt gibt, der aber auch keine Kontaktlinsenflüssigkeit hat.. Meine Arme sind inzwischen ziemlich lang geworden und außerdem brauchen wir außer den gekauften Lebensmitteln keine weiteren, so dass wir diesen Supermarkt an der Marina nicht noch einmal besuchen, um dort etwas einzukaufen.

Wir bunkern unsere Lebensmittel und machen uns klar zum Ablegen. Vorher gehe ich noch schnell ins Marina-Büro, um das Strom-Adapterkabel gegen 100 € einzutauschen.

Auf dem Boot neben uns befindet sich bereits eine Reninigungs-Crew, die den Motorkracher blitzblank putzt. Wir fendern an der Seite zum Nachbarn ab was geht und machen alle Festmacher klar zum lösen. Sandra löst zuerst die Mooringleine vorne und lässt sie im Hafenbecken versinken und da wir Wind von Backbord haben, fiere ich die ich die Achterleine an Steuerbord, lasse sie aber noch für den Fall der Fälle liegen. Ich kuppele ein und lenke nach Backbord, sodass sich die Yacht langsam in diese Richtung bewegt. Da Sandra noch an der Seite schaut, dass alles abgefendert ist, fiere ich langsam die Backbord Achterleine. Alles sieht gut aus, jedoch droht der Wind uns nach Steuerbord in das Motorboot zu drücken, daher gebe ich etwas mehr Gas und lasse die Backbordleine, wie auch die Steuerbordleine durchrutschen.

Alles sieht gut aus, bis der Moment kommt, an den sich die Steuerbord Achterleine auf den letzten Zentimeter mit den groben Maschen der Leine am Seezaun verhakt, sofort auf Spannung kommt und wir gefühlt wie eine Blitz in Richtung Motorboot gezogen werden. Zum Glück soll das der einzige „Oh Shit“ moment auf unserer Tour bleiben. Ich kuppele aus, entwirre das Seil, Sandra fendert ab, ich bediene den Bugstrahler, kuppele ein und lege hart Backbord. Wir kommen frei, ohne einen Kratzer zu verursachen. Merke: Grobmaschige Leinen niemals unbeobachtet ausrauschen lassen.

Wir fahren aus dem Hafen von Eivissa hinaus aufs Meer in Richtung Cala Llonga und senden eine Textnachricht an Peter und Gina, um zu fragen, ob sie Lust dazu haben uns dort zu begegnen. Auf halber Strecke melden sich die beiden und schreiben, dass sie heute lieber nach Las Salinas fahren würden. Da wir Lust hatten, die beiden zu treffen, drehten wir die Tesoro und nahmen Kurs auf Las Salinas, wieder vorbei am Hafen von Eivissa.

Nach 2.5 Stunden Fahrt, gegen 15:00 kommen wir in Las Salinas an, ankern und lassen Champ ins Wasser. Es fährt ein Rib Schlauboot mit zwei offiziell gekleideten Damen auf uns zu. Die beiden fragen, ob wir auch schon gestern hier gewesen seien und machten uns darauf aufmerksam, dass wir wahrscheinlich etwas Posidonia zerstört hätten haben können. Genau konnten sie es aber nicht sagen, da die See gestern zu sandig gewesen wäre.

Ich versichere mehrfach, dass ich peinlichst genau darauf geachtet habe nicht Posidonia zu zerstören, bekomme noch etwas Infomaterial und werde frei gelasen. Die Damen verschwinden und wir bereiten uns weiter auf unseren Landgang vor, was wiedermal etwas dauert, da nicht alle notwenigen Utensilien an einem Platz sind. Handtücher, Corona, Sonnencreme, Schlüssel, Telefone, Geld und Flip-Flops müssen mit.

Champs Motor startet auf Anhieb und wir düsen los. Peter und Gina sind schon vor Ort und geben uns eine exakte Positionsbeschreibung, an der wir anlanden können. Wir holen Champ aus dem Wasser und breiten unsere Handtücher am Strand von Las Salinas aus. Dicht gefolgt von der Öffnung des ersten Corona des Tages. Kurze Zeit später verschwinden die Damen und kommen mit einer frischen Sangria vom Jockey Club wieder. Die Sangria ist ein Traum und auch durchaus bezahlbar.

Peter und ich philosophieren wie jedes Jahr im Sommer etwas über das nach wie or offene Projekt „Wohnung auf Ibiza“ und kommen zumindest schon mal so weit, dass wir eine gemeinsame Vorstellung von Preis und Göße haben. Hinsichtlich der Finanzierung haben wir immer noch keine Idee, aber die wird schon noch irgendwann kommen, denken wir.

Gegen 18 Uhr machen wir uns wieder auf in Richtung Tesoro, packen Champ wieder an Bord, lichten den Anker und fahren in Richtung Cala Yondal. Dieser Strandabschnitt ist vor allem bekannt für die beiden Clubs Blue Marlin Ibiza und Tropicana Beach Club. Gourmets kennen allerdings vor allem das Restaurant Es Xarcu, welches insbesondere für einen tollen Dinghi-Service bekannt ist.

Als wir ankommen, ist es kurz vor 20 Uhr und die Dämmerung setzt bereits ein. Um sicher zu gehen, dass wir auch einen Tisch im Restaurant bekommen, ruft Sandra kurz im Es Xarcu an. Es seien noch gnügend Plätze frei; wir sollen uns keine Sorgen machen. Wir duschen an Bord und machen uns mit Champ auf den Weg zum Restaurant.

Das Restaurant hat einen großen Außenbereich, der zu Beginn der Saison noch eine Art Zeltlandschaft ist, sodass der Wind nicht zu sehr nervt und man mit einer entsprechenden Fleece-Jacke genügend Wärme hat. Da die Preise durchaus einem Gourmet-Restaurant entsprechen und weil bei dieser Woche so langsam der Igel in meiner Tasche heraus kommt, entscheiden wir uns für eine Paella mit einer schönen Flasche Weisswein. Die Wahl ist genau richtig, denn die Paella schmeckt nicht nur super, sie ist auch genau das, was wir nach diesem Tag brauchen. Doch bevor die Paella überhaupt an unserem Tisch ankommt, fällt erst einmal der Strom im gesamten Restaurant aus.

Die Kellner statten den gesamten Außenbereich der Restaurants mit Kerzen aus, sodass es alles in Allem gedimmter, aber dafür auch extrem gemütlicher wird. Die Gäste unterstützen, indem sie ihre Lichter der Telefon einschalten und diese gegen die Wände richten. Es reicht aus, um eine schöne Atmosphäre herzustellen. Da der Ofen, bzw. der Herd der Küche mit Gas betrieben wird, macht der Stromausfal nicht ganz so viel aus. Lediglich das Kühlhaus wird wohl an diesem Abend etwas leiden.

Nach Paella und Wein überlegen wir noch einen Kaffee zu trinken, jedoch verwerfen wir aufgrund des Stromausfalls diese Idee schnell und bezahlen am Batterie-betriebenen Kreditkartengerät.

Auf dem Weg zum Dinghi begegnen wir ein paar kleinen Krebsen, die Sandra behutsam aus dem Weg räumt, da wir barfuß unterwegs sind. Wir setzen uns ins Dinghi, werfen den Motor an und fahren in die Nacht in Richtung Tesoro. Dort angekommen, gehen wir direkt ins Bett.

Samstag, der 2. Juni 2018 – von Cala Yondal über Es Cavallet nach Santa Eularia

Wir wachen auf und stellen fest, dass der Himmel an diesem Morgen bewölt und die See ziemlich aufgewühlt ist. George Solar, ein befreundeter DJ, der auf Ibiza und Formentera lebt, legt heute im El Chringuito Es Cavallet auf. Da ich diesen Beach Club schon immer mal sehen wollte, entscheiden wir uns direkt dort hin zu fahren. Das ist zwar etwas zick-zack im Sinne unserer Umrundungs-Route, allerdings haben wir durch die beiden Landratten Peter und Gina, die wir gerne sehen wollten, ohnehin in Kauf genommen, einige Strecken mehrfach zurück zu legen.

Gegen 11 lichten wir  den Anker und fahren los. Da der Wind heute überschaubar ausgeprägt ist und wir gerne auch schnell am Ziel ankommen wollen, fahren wir ausschlißlich unter Motor, wieder vorbei an Las Salinas und durch Freu Petit. Vor dem El Chringuito Es Cavallet ist das Meer zwar zielich seicht, aber eben auch wieder mit einer Menge Posidonia bestückt, auf der ich nicht ankern möchte. Da der Wind aus Süden kommt, schaukelt die Tesoro etwas stärker als sonnst, sodass es Sandra nicht unbedingt perfekt geht und sie sich hinlegt. Ich fahre noch ein wenig umher und suche einen guten Ankerplatz, bis ich schließlich einen finde.

Wir ankern gegen 12:30 und fahren mit Champ zum Beachclub. Auf halber Strecke geht der Außenborder aus, sodass ich beginne kurzerhand zu paddeln. Da wir schon nun ein paar mal mit dem Dinghi durch die Gegend gefahren sind, mutmaße ich, dass der Sprit ausgegangen ist. Wir ziehen Champ an Land und gehen zum Bachclub, wo wir uns einen Tisch suchen. Der Club ist total ausgebucht, sodass wir noch eine Ecke eines Lounge-Tisches bekommen, an der wir zu Mittag essen können.

Ich bemerke, dass nicht mein Kumpel George, sondern jemand anderes hinter den CD-Playern steht und checke noch einmal die Nachricht von George, in der steht, dass er erst am Abend da sei. Na, da haben wir uns wohl dieses mal verpasst.

Sandra bestellt Insalata Caprese und ich eine Bruschetta. Dazu ein köstliches Corona. Wir geniessen das Treiben an der Strandbar, welche ich uneingeschränkt empfehlen kann. Eine kleine Einschränkung gibt es vielleicht doch. Der Geldbeutel sollte auf Mahlzeiten nördlich der 20 Euro Marke eingestellt sein.

Nach zwei Stunden entscheiden wir uns wieder zurück zum Boot zu fahren, bzw. zu paddeln, da Peter und Gina sich entschieden haben in die Cala Llonga zu fahren. Während ich paddele, gibt Sandra die Richtung vor. Innerhalb von 5 Minuten kommen wir wieder an der Tesoro an und fahren in Richtung Cala Llonga, wo wir dann auch um 16 Uhr ankommen.

Da der Wind aus Süden kommt, wird das Wasser in die gleiche Richtugn getrieben. Mit dem Wasser werden in der Regel auh dessen schwimmende Meeresbewohner in die gleiche Richtung getrieben, was bedeutet, dass an den Buchten mit einer südlichen Öffnung die Tore weit offen für Quallen sind. Als wir in Cala Llonga ankommen, sehen wir auch gleich ein paar Exemplare davon und entscheiden uns an diesem Tag nicht mehr ins Wasser zu springen. Statt dessen lassen wir Champ zu Wasser, sodass ich die beiden vom Strand aufs Boot abholen kann.

Wir genießen noch den Nachmittag im Cockpit des Schiffes. Danach bringe ich unsere beiden Gäste wieder an Land, hiefe Champ auf die Tesoro, um dann in Richtung Santa Eularia zu fahren. Kurz vor dem Hafen spielen wir das übliche Fender-raus und Festmacher-klar Spiel und sind bereits 20 Minuten später in der Hafeneinfahrt, wo man uns bittet längsseits an der Tankstelle festzumachen. Ich nutze die Gelegenheit, um kurz zu tanken.

Wir bekommen den gleichen Liegeplatz wie beim letzten Mal, jedoch liegt nun noch eine weitere Yacht auf der anderen Seite des Platzes. Als wir anfahren sehen wir, dass die Lücke so aussieht, als waäre sie maximal 3.5meter breit. Darüber hinaus hat die neue Yacht vorwärts festgemacht, da sie hinten quer ein Dinghi montiert hat, dessen Außenborder auch noch in unsere Parkbucht ragt. Ich prüfe den Wind und setze an. Da es nicht zu passen scheint, breche ich ab, drehe einen Kreis und setze erneut zum einparken an. Sandra kümmert sich darum, dass die Fender der anderen Boote dort sind, wo sie sein sollen. Unsere haben wir an Deck gelassen, um uns nocht zu verheddern. Gefühlt drücken wir mit der Tesoro die Nachbarn kräftig zur Seite und schieben uns in die Parkbucht. Die Nachbarn an Backbord sind zur Stelle und helfen bei der Einfahrt die Backbordseite abzufendern. Der Marinero-Azubi läasst als erstes den ihm zugeworfenen Festmacher wieder ins Wasser gleiten. Da die Tesoro allerdings ohnehin nahezu eingeklemmt ist, macht das aber wenig.

 

Um 19:20 sind wir endlich fest und bereiten uns auf den Abend vor. Gegen 20 Uhr holen uns Gina und Peter mit dem Auto ab, da wir heute Abend im C’an Pilot etwas essen wollen. Das Steak-Haus ist unter den Einheimischen berüchtigt für eine sehr gute Qualität zu einem angemessenen Preis. Hier ist nichts super-posh, sondern eher so, wie man sich ein gutes spanisches Steakhaus vorstellt. Da es in der Mitte von San Rafael ist, bezahlt man auch nicht für einen Meerblick, da dieser einfach nicht vorhanden ist. Das Essen ist umso besser.

Nach dem Abendessen setzen uns die beiden wieder in der Marina von Santa Eularia ab und wir gehen zur Yacht. Dort gibt es noch einen kleinen Gin-Tonic, um den Abend gebürtig ausklingen zu lassen.

 

 

 

Sonntag, der 3. Juni 2018 – von Santa Eularia nach San Antonio

Mit 34 Seemeilen steht uns an diesem Tag wohl die längste Fahrt im Rahmen der Ibiza-Umrundung bevor. Wir haben vorher eine Menge Altenrativen durchdacht, sind aber zu keinem besseren Plan gekommen. In dieser Nacht in einer Bucht zu bleiben war für uns keine Alternative und der Hafen von Eivissa barg das Risiko voll zu sein und hinzu kommt, dass wir nun bereits im Juni sind und somit die Preise noch einmal angezogen haben. Für unsere Yacht hätten wir nun – in der Hauptsaison 180 € die Nacht bezahlt.  Santa Eularia lag mit 70 € bei weniger als die Hälte des Preises.

Die Fahrt rüber nach San Antoino ist wunderbar. Hier und da anfangs etwas kühl, allerdings kommt dann die Sonne heraus, sodass es wärmer wird. Der Wind schläft hier und da ein, sodass wir und entscheiden den Motor zu starten und in Teilen diese Strecke unter Motor zu absolvieren. Wir fahren also wieder durch Freu Petit, vorbei an Las Salinas, Cala Yondal und dann dem Highlight Es Vedra. Dieser Felsen zieht mich seit Jahren an und wird seine Anziehungskraft wohl auch nicht verlieren. Bei Anziehungskraft fällt mir ein, dass der Sage nach keine Flugzeuge über diesen Hügel fliegen, da das Magnetfled von dort wohl sehr stark sei. Ob es stimmt, habe ich nie nachverfolgt.

Wir kommen in San Antonio bei BFT4 von der Seite an und funken den Marinero an. Der sagt, dass er gerade beschäftigt sei, sodas wir noch ein paar Runden im Hafenbecken drehen. Nach gefühlten 15 Minuten meldet sich der Gute und weist uns einen Liegeplatz zu. Ich bin schon mal in San Antonio angelegt und habe mich schon mal mit diesem fiesen Wind von der Seite auseinander gesetzt. Also erst gegenan, um dann rückwärts zügig in die Box zu kommen, ca mit 60°, sodass der Wind den Bug des Bootes herum zieht. Dann schnell die Mooring ran ziehen und die Luv-Leine am Heck anbringen. So der Plan.

Wir sind nicht 100%ig so schnell, wie wir es wollten, allerdings sagt der Marinero, dass wir das wohl öfter machen würden, sodass wir mit unserem Ergebnis sehr zufrieden sind. Da sind wir nun. Mein DJ-Kumpel George sagte mal, dass San Antonio für ihn „bei den Orks“ bedeutet, wohl weil hier viele betrunkene Engländer sind. Was Engländer mit Orks zu tun haben, weiß ich nicht. Ich möchte zum Hafenbüro und stelle fest, dass es auf der anderen Seite des Hafens ist. Zwischen mir und dem Büro gibt es eine Menge Wasser. Ich funke daher noch einmal den Marinero an und bitte um eine kleine Überfahrt, die ich auch schnell bekomme. Mit 76,- € war San Antonio ebenfalls noch im Bereich des bezahlbaren. Da wir am Montag ins Ushuiaia zu David Guetta wollen, buche ich direkt zwei Nächte.

Der Marinero ist verschwunden, daher trete ich den rückweg zu Fuß an. Sandra hat sich in der Zwischenzeit schon auf dem Boot geduscht. Als ich ankomme, ist sie bereits fertig, sodass ich eben schnell unter die Dusche springen kann.

Cafe Mambo mit Moscow Mule

Wir essen noch eine Kleinigkeit auf der Tesoro und gehen in Richtung Cafe del Mar. Wir waren noch im März diesen Jahres hier und haben uns die Meile mit Cafe del Mar und Cafe Mambo im leeren Zustand angesehen. Als wir ankommen, platzt die Szenerie aus allen Nähten. Wir bestellen uns zwei Moscow Mule und machen es uns im äußeren Bereich der Terasse gemütlich, während die Sonne langsam im Meer versinkt.

In Hintergrund wird die Musik zunehmend lauter und die Gäste tanzen zunehmend ausgelassener. Wir schauen uns weiter, bei einem weiteren Moscow Mule an, wie die Sonne untergeht und gesellen uns noch ein wenig zu den tanzenden Leuten vor dem Cafe Mambo.

Zu späterer Stunde gehen wir langsam zurück zur Yacht, trinken in unserem Cockpit noch einen Absacker und gehen dann ins Bett.

 

 

Montag, der 4. Juni 2018 – Landgang

Kaum zu fassen aber wahr. Es gibt kaum Charter-Crews, die sich so etwas leisten. Einen GANZEN TAG an Land, ohne auch nur eine Seemeile zu fahren. Das war unser Plan. Und nun setzen wir ihn um. Nach dem obligatorischen Frühstück und der Dusche im Duschhaus, welches im Übrigen sehr gepflegt war, packen wir unsere kleine Tasche und gehen in Richtung Busbahnhof.

Dort angekommen, stellen wir fest, dass der Bus nach Eivissa in 5 Minuten abfahren soll, kaufen daher schnell die Tickets und laufen in Richtung Bus. Gefühlt eine Minute später geht die wilde Fahrt auch schon los. Der Bus platzt aus allen Nähten und wir fragen uns, wie es wohl im Hochsommer aussehen und vor allem riechen wird, denn nicht jeder, der mit diesem Bus mitfährt, hat sich an diesem Morgen frisch geduscht. Eine gute halbe Stunde später kommen wir in Eivissa an und gehen als erstes in eine Apotheke, um uns dort mit einigen Notwendigkeiten wie Kopfschmerztabletten einzudecken.

Danach gehen wir in den Ushuiaia-Store, um für die daheimgebliebenen ein paar Artikel käuflich zu erwerben. Während es in diesen Tagen auf See recht frisch ist, kommt es uns in der Innenstadt extrem warm vor. Wir gehen noch durch ein paar Läden und kontaktieren langsam Gina und Peter, mit denen wir uns später vor dem Ushuiaia treffen wollen. Wir verabreden, dass wir mit einem Bus dorthin fahren und die beiden mit dem Auto aus Cala Vadella direkt dorthin kommen. Der Bus, in dem wir fahren, ist de-facto schrottreif. Zumindest klingt er so. In Angst und Bange, dass die Kiste uns jede Sekunde um die Ohren fliegen wird, fahren wir in Richtung Ushuiaia. Da Gina und Peter noch nicht vor Ort sind, gehen wir erst einmal in Richtung Strand, um es uns an der strandseitigen Bar des Ushuiaia gemütlich zu machen und nicht zuletzt, um noch ein Getränk zu uns zu nehmen.

Peter und Gina kommen ein paar Minuten später. Die Zwischenzeit nutzen wir, um den lokalen Ushuiaia Store zu plündern. Danach gehen wir noch etwas in einem der umliegenden Läden essen. Das Ganze ist zwar eher Junk-Food artig, aber alles in Allem genau das Richtige zur Vorbereitung auf diesen Abend. Sandra nutzt die Gelegenheit, sich in dem Restaurant noch umzuziehen und frisch zu machen. Unsere gekauften und mitgebrachten Sachen bringen wir noch eben zum Auto von Peter und Gina. Die beiden haben die Karten für uns mitgekauft, sodass wir direkt in Richtung Ushuiaia laufen können.

Das Line-Up klang mit LOVRA, Jax Jones, Jonas Blue und natürlich David Guetta sehr gut. Es war das 2018er opening der David Guetta BIG Partyreihe. Da wir ziemlich früh dran sind, bekommen wir auch alle DJs direkt mit. LOVRA macht den Start mit gemäßigten Klängen, die sehr schön für den Nachmitag sind. Jax Jones steigert das Ganze und bringt gute Laune und eine tolle Hintergrund-Show mit. Jonas Blue hingegen hat nicht mehr zu tun, als ins Mikrofon irgend einen Nonsens zu rufen und Selfies von sich und Publikum zu machen, während die Musikauswahl alles andere als toll ist. Da wir für drei Bier und ein Wasser, also eine Runde für alle, jeweils 50 € bezahlen, können wir uns bei Jonas Blue nicht mal betrinken, sondern lassen es über uns ergehen. David Guetta erlöst uns dann von Jonas Blue mit einer richtig tollen Show. Es ist atemberaubend zu sehen, wie dier 51-jährige, der schon alles mögliche in seinem Leben gesehen hat, einen enormen Spaß mitbringt und zweieinhalb Stunden abgeht. Sicher ist das Set voll durch gescriptet und sicher kann man sagen, dass 50€ Eintritt pro Nase teuer sind, allerdings war die Show der Kracher, die Musik toll, die Gäste grundsätzlich friedlich und die Atmosphäre genial. Sandra hat vor allem Spaß an den direkt über uns fliegenden und zur Landung ansetzenden Flugzeugen.

David Guetta überzieht um eine halbe Stunde, schaltet dann aber den Laden aus. Wir gehen noch einmal zurück in die Bar, in der wir zuvor schon etwas gegessen haben, um dort noch etwas zu trinken. Mit uns gefühlt das halbe Ushuiaia. Danach fahren uns Gina und Peter zurück nach San Antonio, wo wir zurück auf die Tesoro gehen. Bei der Verabschiedung besprechen wir noch, dass wir noch einen gemeinsamen Abend auf der Tesoro mit allen verbringen wollen. Für den Bruchteil einer Sekunde überlegen wir noch kurz im Cafe del Mar vorbei zu schauen, allerdings sagt uns der Gesamtzustand des Körpers schnell, dass wir besser ins Bett gehen, was wir dann auch tun.

Dienstag, der 5. Juni 2018 – Von San Antonio zur Cala Bassa

Wir stehen auf, machen Frühstück und gehen duschen. Wir schreiben kurz Gina und Peter an und fragen, ob sie noch gut nach Hause gekommen sind und ob sie Lust haben uns in Cala Bassa zu besuchen. Danach gehen wir noch einmal kurz nach San Antonio, um Zeitschriften und Kleinigkeiten zu kaufen. An diesem Dienstag ist das Wetter irgendwo zwischen Regentropfen und Wolkendecke eingestellt. Da wir von Gina und Peter nichts hören, legen wir ab und fahren in Richtung Cala Bassa. Auf dem Weg dorthin melden sich die beiden und sagen, dass sie vorbei kommen. Wir freuen uns und setzen Kurs auf Cala Bassa.

Die Cala Bassa ist ein kleines Highlight auf Ibiza, da die Bucht so gut wie immer sauber ist, man überall mit Musik beschallt wird, es ein ausgiebiges, aber nicht zu teures Angebot an Speisen und Getränken gibt und der Strand extrem gepflegt wird. Wir suchen uns einen Ankerplatz, bei dem wir keine Posidonia beschädigen und lassen den Anker fallen. Dann entspannen wir etwas im Cockpit und warten auf Gina und Peter, die ich kurze Zeit später melden. Wir fahren mit Champ an Land und begrüßen die beiden im Cala Bassa Beach Club. Da Gina noch etwas in der Stadt einkaufen möchte, bleiben wir im Nachmittag auf der Tesoro und geniessen das mittlerweile schöne Wetter. Neben uns ankert ein Kamaran, der mit einer Crew aus Italien unterwegs ist, welche ziemlich laut Musik durch die Bucht dröhnen lässt. Wir gehen noch ein wenig Schnorcheln und schwimmen durch die Bucht. Am Abend fahren wir mit Champ zur italienischen Crew rüber, quatschen über Gott, die Welt, Segelerlebnisse, ibizenkische No-Go’s, Unterschiede von Landurlauben versus Segelurlauben, die Preise auf Ibiza und unsere weiteren Pläne für’s Leben. Es war ein ausgelassener und sehr entspannter Abend. Wir lassen den Abend dort aus klingen und fahren wieder zurück zur Tesoro.

Mittwoch, der 6. Juni 2018 – Von Cala Bassa über Benirras nach Portinatx

Am Morgen wache ich gegen 6 Uhr auf und gehe ins Cockpit. Es ist noch sehr trübe an diesem Morgen und doch sehe ich als erstes, wie ein Traktor über den Sandstrand fährt und diesen reinigt und begradigt. So bleibt das Strand also sauber! Ich hole die kleine Mavic aus dem Salon und beginne ein paar Aufnahmen mit der Drohne zu erstellen. Auch an diesem Morgen ist es noch sehr bewölt, aber man merkt, dass es heute etwas wärmer werden soll auch wenn ein paar Regenschauer voraus gesagt wurden. Wir frühstücken in Ruhe und lichten langsam den Anker, um uns auf in Richtung Benirras zu machen. Langsam merken wir, dass unsere Reise wieder in Richtung Heimat führt. Wir werden auf Ibiza keinen weiteren Hafen mehr anlaufen und befinden uns nun auf der Nordseite der Insel. Gina und Peter haben sich auch schon gemeldet und freuen sich auf einen gemeinsamen Nachmittag und Abend mit uns.

Die Reise nach Benirras dauert ca zwei Stunden. Gegen 13 Uhr kommen wir dort an und werfen den Anker aus. Entgegen der vielen Fotos und Berichten über diesen Ort, finden wir es zumindest an diesem Tag überschaubar toll und entscheiden uns nach Rücksprache mit der Land-Crew eine Bucht weiter nach Prtinatx zu fahren. Das Ganze hat gleich mehrere Vorteile. Zum einen ist Portinaty größer und sieht etwas schöner aus. Zum zweiten sparen wir uns knapp 5 weitere Seemeilen für Donnerstag, wo wir ja von Ibiza wieder zurück nach Mallorca übersetzen wollen.

Also lichten wir wieder unseren Anker und fahren los. Eine knappe Stunde später sind wir auch schon vor Portinatx. Wir suchen den perfekten Standort und werfen den Anker wieder aus. Es ist noch einmal Zeit, um Champ ins Wasser zu lassen und mit ihm an Land zu fahren. Sandra wollte noch einmal schnell in einen Supermarkt, um genügend Vorräte für unsere Gäste zu haben. Während dessen warte ich am Strand auf zwei Urlauber aus Cala Vadella. Als Gina und Peter eintreffen, beginnt es direkt zu regnen. Wir stellen uns beim Tretbootverleih unter und warten ein paar Minuten auf Sandra. Als wir komplett sind, fahren wir im Regen zurück zur Yacht, wo wir als erstes das Bimini öffnen, um etwas Schutz vor dem Regen zu haben. Das Micro Gewitter zieht gemäß meiner App direkt über uns drüber und soll eine gute halbe Stunde anhalten. Es überzieht die Zeit ein wenig, zieht dann aber ab.

Wir öffnen das Bimini und starten mit einem kleinen Snack in den Tag, da wir alle etwas hungrig sind. Danach holen wir alles heraus, was man zum schnorcheln, schwimmen und ins-wasser-springen alles gebauchen kann. Inclusive dem Spi-Fall, an dem ich ein paar Sprung-Übungen versuche. Der Nachmittag ist herrlich, da die Bucht durch den vorher gegangenen Regen ziemlich leer ist und somit so gut wie niemand in unsere Nähe kommt. Die Sonne ist mittlerweile wieder extrem warm und die Wolken weg.

Gegen Abend bereiten wir ein Abendessen vor und geniessen dieses im Cockpit. Sandra bereitet die Kabine für unsere Gäste vor, damit diese zu späterer Stunde ein bezogenes Bett vorfinden. Wir lassen den Abend bei jeder Menge Musik und guter Laune ausklingen und gehen ins Bett.

Donnerstag, der 7. Juni 2018 – Von Portinatx nach El Arenal

Der nächste Morgen beginnt früh für uns, da ich die Tesoro gemeinsam mit Sandra schon mal so weit es geht fertig für die Überfahrt machen möchte. Unsere Gäste schlafen noch. Wir bereiten unsere Kabine schon mal vor und beginnen damit auch schon die ersten Dinge wieder in Taschen zu verräumen. Es fühlt sich nach Abschied an. Na, es wird auch Abschied sein. Gina und Peter stehen auf und wir nehmen ein gemeinsames, wie auch schnelles Frühstück zu uns. Da es an diesem Morgen etwas schaukelt, wird Gina etwas übel, sodass ich die beiden schnell mit Champ an Land bringe. Es soll meine letzte Fahrt mit ihm sein. Ich verabschiede die beiden am Strand und fahre wieder zurück. Am Boot heben wir gemeinsam den Motor vom Dinhgi und befestigen ihn wieder an der Reling. Danach holen wir Champ aus dem Wasser und befestigen ihn sicher an Bord. Nun heisst es Anker lichten und Segel setzen, was wir auch direkt tun. Als letztes passieren wir den Leuchtturm an der Nordspitze der Insel. Wir halten direkt Kurs auf El Arenal. Zwischendurch korregieren wir den Kurs zwei Mal, da der Drift des Windes uns ein wenig versetzt. Wir kommen unter Segeln perfekt voran und benötigen für die 65 Seemeilen nur knapp 10 Stunden. Die 10 Stunden nutzen wir, um noch einmal die Sonne zu geniessen, um nach Delphinen Aussschau zu halten (die wir wieder nicht gesehen haben) und um ein paar Fähr- und Container Schiffe zu bewundern. Die See ist weitestgehend flach und der Wind bläst uns am Ende von achtern voran. Wir entspannen an Deck. Um das Rauschen des Meeres besser hören zu können, setzen wir uns an den Bug und lassen die Beine außenbords baumlen. Es ist herrlich.

Kurz bevor wir in El Arenal ankommen, nutzen wir die Gelegenheit an Bord noch einmal zu duschen. Natürlich nehmen wir die Heck-Dusche, da uns beiden ohnehin niemand zusieht. Dann geht es langsam aber sicher in den Hafen. Da wir uns nicht beim Hafenmeister angekündigt haben, hat er den Charter-Steg mit anderen Booten belegt. Wir fahren erst zur Tankstelle, um die Tesoro zu betanken. Dann geht es zu unserem letzten Einpark-Mannöver, welches trotz einer frischen Brise einwandfrei gelingt.

Am Abend ziehen wir durch El Arenal auf der Suche nach Nahrung. Vor der Nahrungsaufnahme führt mich Sandra durch die Höllenzone, vorbei an Megapark, Bierkönig und anderen speziellen Einrichtungen. Hier finden wir zwar genug zu trinken, aber nichts zu essen. Empfohlen wurde uns das Restaurant direkt am Hafen, welches allerdings geschlossen hat. Als Alternative empfehlen alle ansatzweise vertrauenswürdigen Personen und auch Tripadvisor das Casa Aurelio, allerdings schliessen die gerade, als wir ankommen und empfehlen uns das Casa do Pulpo. Das Essen im Casa do Pulpo ist grundsätzlich gut und vor allem günstig. Die Sangria ist dagegen nicht zu empfehlen. Wir essen eine Seafood-Platte und begeben uns wieder in Richtung Marina, wo wir final ins Bett fallen.

 

Freitag, der 8. Juni 2018 – Landgang in Palma und Abflug

Am Morgen frühstücken wir ein letztes Mal an Bord und räumen unsere Taschen zusammen, wie zugleich das Boot leer. Andreas kommt, um mit uns die Übergabe zu vollziehen. Wir dürfen unsere Taschen noch an Bord lassen, um noch einmal nach Palma zu fahren, da unser Flug erst am Abend geht.

Andreas erklärt uns noch die Busverbindungen, bevor wir uns auf den Weg machen. Wir haben Glück, denn der Schnellbus kommt genau in dem Moment, in dem wir an der Haltestelle ankommen. Knapp 30 Minuten später sind wir mitten in Palma. Günstiger und schneller wäre es mit einem Auto auf keinen Fall gewesen. Wir ziehen ein wenig durch die Gassen, trinken noch einen Aperol-Spritz im Cappuchino Gand Cafe und erfreuen uns dem schönen Wetter.

Bei der Rückfahrt haben wir den Schnellbus verpasst, nehmen dann aber den zweitschnellsten Bus, nachdem wir erst fälschlicherweise in den Bus eingwstiegen sind, der an jeder Gießkanne hält. Auch der zweitschnellste Bus bringt uns innerhalb von 45 Minuten wieder zurück nach El Arenal, wo wir aus der Marina heraus ein Taxi rufen lassen, um dieses mit unseren Taschen zu bepacken.
 
 
 
 
 
 
 
 

Abflug nach Düsseldorf

Mallorca von ObenEin grauer Nebelschleier legt sich über Mallorca. Man kann nicht einmal von S’Arenal gut auf die andere Seite der Bucht schauen, so sehr ist die Luft mit Wasser gesättigt. Es ist extrem diesig. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei 90%. Bei einer Außentemperatur von 27’C. Wir packen unsere Taschen ins Taxi und fahren zum Flughafen von Palma de Mallorca. Dort angekommen gibt es noch einige Irritationen hinsichtlich der Check-In Gates, da wir zwar Ryanair gebucht haben, aber mit Laudamotion fliegen. Letztlich sitzen wir dann doch wieder in einer Ryanair Maschine, aber wen stört das schon. Die Maschine kommt unpünktlich und fliegt auch wieder unpünktlich ab, was dazu führt, dass wir unpünktlich in Düsseldorf ankommen. In Düsseldorf werden wir abgeholt. Alex begrüßt uns mit einem Helium Luftballon, auf dem „welcome home“ steht. Unser schwimmendes Zuhause der letzten zwei Wochen haben wir abgegeben. Nun geht es wieder zurück an die Arbeit und in den Alltag. Das macht aber nichts, denn hinter uns liegen zwei ereignisreiche, wie herrlich berührende Wochen.

Von |13. August 2018|Sailingblog|0 Kommentare

Über den Autor:

Geboren in der kleinen Stadt Datteln, aufgewachsen in der ebenso kleinen Stadt Waltrop hat es mich schnell in die große weite Welt gezogen. Irgendwo zwischen Dortmund, Ibiza und San Francisco bin ich hängen geblieben. Mein Herz hat sicher seine Aufhängung an allen drei Städten, da alle für mich ihren besonderen Charme haben.

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